Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Region St. Pölten

Erstellt am 08. Januar 2022 | 04:47
Lesezeit: 2 Min
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AMS-Geschäftsstellenleiter Thomas Pop zieht eine positive Bilanz zum letzten Jahr.
Foto: AMS
Arbeitslosenquote entspricht dem Niveau vor Corona. Etwa jede vierte Person suchte länger als ein Jahr nach neuer Stelle.
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Trotz Pandemie zieht das Arbeitsmarktservice (AMS) St. Pölten eine positive Bilanz: Mit einem Minus von 21,4 Prozent ging die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Im Schnitt waren in Stadt und Bezirk im vergangenen Jahr 6.307 Menschen ohne Job.

„Die starke Arbeitskräftenachfrage sorgte seit dem Frühjahr für eine nachhaltige Dynamik am Arbeitsmarkt“, erklärt Geschäftsstellenleiter Thomas Pop. Ende Dezember waren 6.527 Menschen arbeitslos, 2.077 weniger als im Dezember 2020.

Die Arbeitslosenquote betrug im Vorjahr 7,6 Prozent und sank somit um 1,9 Prozent. Stadt und Bezirk lagen damit 0,1 Prozent über dem Jahresdurchschnitt in Niederösterreich. Zugleich sank die Zahl der Erwerbsuntätigen wieder auf das Niveau des Vorkrisenjahrs 2019.

Die Nachfrage sorgte für nach- haltige Dynamik am Arbeitsmarkt.“ Thomas Pop Leiter AMS St. Pölten

Spürbar war die positive Entwicklung insbesondere bei den Jugendlichen und älteren Arbeitslosen. Allerdings ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 17,6 Prozent gestiegen. 2021 war nahezu jeder vierte Arbeitslose in Stadt und Bezirk länger als ein Jahr ohne Job. Vom Höchststand im März mit 2.041 Langzeitarbeitslosen sank die Zahl im Dezember aber schon auf 1.750 Personen.

Die Zahl der offenen Stellen nahm um rund 60 Prozent zu. 2021 meldeten Unternehmen 10.694 unbesetzte Stellen. Einen positiven Trend gab es auch bei den Arbeitsaufnahmen: 12.143 freie Stellen wurden mit einer Arbeitskraft besetzt – rund 66 Prozent mehr als im Jahr davor. Insgesamt stiegen die Beschäftigtenzahlen auf einen neuen Höchststand. Mit 77.600 unselbstständig Beschäftigten liegt der Wert 2 Prozent über dem Vorjahr und 0,7 Prozent über dem Vorkrisenjahr 2019.

Dem neuen Jahr blickt Pop optimistisch entgegen, das AMS rechnet mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.

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