Grabkerzen vor St. Pöltner Gastronomie. Vor St. Pöltner Gastronomiebetrieben werden am Montag fünf vor zwölf Uhr Grabkerzen vor einem Wirtesterben warnen.

Von Beate Steiner. Erstellt am 17. Januar 2021 (18:13)
Mit Grabkerzen machen St. Pöltner Gastronomen am Montag auf ihre Situation aufmerksam.
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„Es ist 5 vor 12“, stimmen St. Pöltens Gastronomen in den bundesweiten Ruf mit ein und beleuchten ihre prekäre Situation Montagmittag mit Grabkerzen vor den Lokalen.

„Wir müssen schauen, dass wir überleben“, erklärt Gastro.stp-Obmann Georg Loichtl. Denn die meisten Wirte hätten bis jetzt nicht einmal die von der Regierung versprochenen November-Zahlungen erhalten. 

Die jetzt von Finanzminister Gernot Blümel angekündigten viel zu komplizierten und verwirrenden Maßnahmen würden viele Gastro-Unternehmen in den Ruin treiben. „Es ist klar, dass in der Pandemie-Situation jeder seinen Beitrag leisten muss, aber die Betriebe aushungern, geht nicht“, stellt Loichtl klar. Der Wirte-Chef vermisst auch Konzepte der Wirtschaftskammer.

Zudem würden den Lokalen die ­- in der Gastronomie ohnedies raren - „wertvollen Mitarbeiter“ davonlaufen, bestätigt Wirtin Daniela Pottendorfer, die die „Grabkerzen“-Initiative in St. Pölten organisiert.