Umzugspläne: Polizeischüsse in Völtendorf sollen verstummen

Erstellt am 12. Oktober 2022 | 05:45
Lesezeit: 2 Min
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Auch wenn es bis zur Verwirklichung des Sicherheitszentrums noch dauert, sind Florian Krumböck und Gerhard Karner froh, dass eine Lösung für den Schusslärm gefunden wurde.
Foto: VP St. Pölten
Übungen auf Heeresgelände verstören Anrainer. Die dort mit Sturmgewehren übende Polizei soll nun bald abgezogen werden, verspricht der Innenminister.
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Schüsse sind oft über Stunden im Süden St. Pöltens zu hören. Spätestens seit die Polizei mit neuen Sturmgewehren auf dem Schießplatz des Bundesheeres in Völtendorf trainiert, klagen Menschen in den Siedlungsgebieten über die laute Geräuschkulisse. Über 1.600 haben für eine Verbesserung der Situation unterschrieben.

Eine solche verkündet nun ÖVP-Bundesrat Florian Krumböck: „Die Indoor-Schießanlage im geplanten Sicherheitszentrum wird so ausgestaltet, dass die Polizei auch ihr Training mit Sturmgewehren dort absolvieren kann. Damit können die Schießübungen der Polizei am Freigelände entfallen.“

„Wir sind überaus dankbar, dass die Polizei mit dem Neubau auf der Schanze uns ein Stück Lebensqualität zurückbringt.“

Innenminister Gerhard Karner sieht eine Win-win-Situation für Polizei und Bevölkerung: „Mit dem Neubau des Sicherheits- und Einsatztrainingszentrums und der adaptierten Indoor-Schießanlage können wir sowohl Ausbildung auf höchstem Niveau als auch eine Entlastung der Anrainerinnen und Anrainer der bisherigen Schießanlage ermöglichen.“

Dass der Übersiedelungsvorschlag umgesetzt wird, freut auch Bürgerinitiativen-Initiator Rudolf Schöbinger. „Wir sind überaus dankbar, dass die Polizei mit dem Neubau auf der Schanze uns ein Stück Lebensqualität zurückbringt“, wird er in der Aussendung zitiert.

Um wie viel sich die Lärmbelastung tatsächlich verringert, kann Bundesheer-Sprecher Sebastian Schubert noch nicht abschätzen. „Die Polizei schießt an rund 100 Terminen pro Jahr, nicht alle Termine sind exklusiv von der Polizei belegt.“

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