Besondere Schätze lagern in Kreisbach. Josef Renz stöbert Kostbares aus aller Welt auf und stößt dabei auf historische Prunkstücke.

Von Inge Moser. Erstellt am 01. Oktober 2020 (03:04)
Über 100 Stück alte Schaukelpferde lagern im Antiquitätenzentrum bei Josef Renz und warten auf die Nostalgie-Weihnachtsausstellung.
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„Ich lese, recherchiere – und finde immer wieder kostbare Schätze in der weiten Welt“, erzählt Josef Renz. Der Antiquitätenhändler fährt von Auktion zu Auktion und macht Hausauflösungen. „Unsagbare wertvolle Gegenstände landen so in meinen Händen und somit anschließend in meinem Antiquitätenzentrum“, schildert Josef Renz.

Den kostbaren Schreibtisch aus dem Jahr 1805 erwarb Josef Renz vor Kurzem bei einer WienerAuktion.
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So erfuhr er kürzlich von einer Auktion, in der ein Schreibtisch aus dem Jahr 1805 versteigert wurde. Renz erkannte aufgrund von jahrelangen Recherchen und Unterlagen den Zusammenhang mit St. Petersburg, genauer gesagt mit dem Schloss Peterhof. Dort stand im berühmten „Bernstein-Zimmer“ solch ein Schreibtisch. „Er wurde seinerzeit von den Nazis abgebaut und entwendet“, erklärt Renz, „jetzt erwarb ich ihn bei der Wiener Auktion.“ Außerdem hat Renz eine sechzigjährige Privatsammlung. Diese lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen, auch Erwachsene kommen aus dem Staunen und Bewundern nicht heraus: Über 100 Stück alte Schaukelpferde lagern in Kreisbach. Darunter ein 150 Jahre altes Schaukelpferd, das mit echtem Pferdeleder bezogen ist. Zudem sind die beliebten Kinderspielzeuge ab dem 18. Jahrhundert aus verschiedenen Materialien wie Holz, Eisen oder Stein vertreten. „Wer weiß, welche Geschichte da oft dahintersteckt?“, sinniert der Antiquitätenhändler.

„Ich kaufe einfach alles, was Liebe und Herz hat. Erst die Sentimentalität macht die Menschlichkeit aus.“