Kein Weg zu weit für die Menschlichkeit. Der Lions Club St. Pölten zeichnete heuer den rekordverdächtigen „Essen auf Rädern“-Fahrer Franz Hammerling aus.

Von Corinna Bergmann. Erstellt am 15. Oktober 2020 (03:43)
Franz Hammerling (Mitte) bekam von Lions-Club-Präsident Andreas Döller (links) und Bürgermeister Matthias Stadler (rechts) den diesjährigen Anton-Kalcher-Preis überreicht.
Josef Vorlaufer

Einen Rekord hält der ehemalige ÖBB-Bedienstete Franz Hammerling mit seinem Engagement: Seit seiner Pensionierung 1999 hat er als ehrenamtlicher Fahrer bei „Essen auf Rädern“ schon rund 4.700 Einsätze absolviert. 141.000 Kilometer legte er dabei in etwa zurück – eine Strecke so lange wie dreieinhalb Erdumrundungen.

Kein Wunder also, dass Franz Hammerling der 35. Träger des Anton-Kalcher-Preises ist, den der Lions Club St. Pölten an verdiente Persönlichkeiten für praktizierte Menschlichkeit, besondere Verdienste und soziale Leistungen im Interesse des Gemeinwohles vergibt. „Menschen wie Franz Hammerling sind ein Vorbild für uns alle. Sie leben uns vor, dass nicht Egoismus unsere Gesellschaft weiterbringt, sondern Gemeinsinn und Verantwortungsgefühl“, meinte Bürgermeister Matthias Stadler in seiner Lobrede über den Preisträger. In jedem Verein, in jeder ehrenamtlichen Organisation seien es Menschen wie der diesjährige Gewinner, die diese Angebote am Leben erhalten, betonte Stadler, der den Preis gemeinsam mit Lions-Club-Präsident Andreas Döller im Rathaus überreichte.

„Nach meiner Pensionierung habe ich nach einem neuen und vor allem ehrenamtlichen Betätigungsfeld gesucht.“ Preisträger Franz Hammerling

Bürgermeister Stadler würdigte gleichzeitig den karitativen Einsatz des Lions Club, der den Anton-Kalcher-Preis vor über 30 Jahren ins Leben rief.

Für den frischgebackenen Preisträger war soziales Engagement schon immer wichtig. „Nach meiner Pensionierung damals habe ich nach einem neuen und vor allem ehrenamtlichen Betätigungsfeld gesucht“, sagt Franz Hammerling. Zwar sei er als Fahrer bei „Essen auf Rädern“ nicht sehr oft mit den zu betreuenden Menschen zusammengekommen, aber ein paar Kontakte habe es schon gegeben. Als Fahrer hat Hammerling seine fixen Termine, er springt aber auch ab und zu für andere ein.