Erstellt am 01. September 2011, 14:49

Architekt kaufte Kopal Kaserne - Noch kein konkretes Projekt. Die Kopal Kaserne in St. Pölten, die erst im Mai mit vermindertem Mindest-Kaufpreis (11,5 statt 17,9 Mio. Euro) neu ausgeschrieben wurde, ist verkauft worden. Noch gibt es kein konkretes Projekt für das Gelände.

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 Drei Angebote seien gelegt worden, in den Verhandlungen habe sich der Architekt Julius Eberhardt mit rund 12,9 Mio. Euro als Bestbieter herausgestellt, teilte die SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs-und Entwicklungsgesellschaft) am Dienstag mit. Die Verträge seien bereits unterschrieben.

   Das Kasernengelände liegt unmittelbar an der Westautobahn (A1) im Süden St. Pöltens und hat eine Gesamtfläche von 336.000 Quadratmetern. Zur Liegenschaft gehört auch die ehemalige Panzerstraße von der Kaserne zum Übungsplatz Völtendorf. Was künftig mit dem Areal geschehen soll, ist der SIVBEG nicht bekannt.

Noch kein konkretes Projekt
Für die vergangene Woche an den aus der Landeshauptstadt gebürtigen Julius Eberhardt verkaufte Kopal-Kaserne in St. Pölten gibt es noch kein konkretes Projekt. Der Architekt hat am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass etwas "überregional Herausstrahlendes" entstehen soll. Was, darüber wolle er mit der Stadt und auch mit dem Land verhandeln.

So ein Grundstück auszulassen, wäre eine "Todsünde", sagte Eberhardt, der etwa 12,9 Mio. Euro bezahlt hat. Das 336.000 Quadratmeter große Areal, das unmittelbar an der Westautobahn (A1) im Süden St. Pöltens liegt, sei an das internationale Straßennetz bestens angebunden, ebenso an die Stadt selbst. Er habe das Interesse, es "weiterzuentwickeln". Auch gehe es ihm um eine Widmung (derzeit "Bauland Sondergebiet Kaserne"), damit "für St. Pölten ein optimales Projekt entsteht". Sie Stadt solle jedenfalls ihre Wünsche äußern.

Bürgermeister Matthias Stadler (S) ließ über seinen Sprecher ausrichten, "zu umfassender Kooperation bereit" zu sein. Es sei "alles möglich, das gesetzlich erlaubt und für die Stadtentwicklung positiv ist". St. Pölten sei daran interessiert, "dass das Grundstück städtebaulich attraktiv verwertet wird".

Es werde jedenfalls kein Projekt "von heute auf morgen" entstehen, so Eberhardt. "Selber bauen tue ich nichts", machte er ebenfalls klar. Dass er eine Investition ohne konkretes Vorhaben getätigt habe, sei nicht das erste Mal. Eberhardt zeigte sich jedenfalls "zuversichtlich, dass wir etwas zusammenbringen".

Die Kopal Kaserne war im Mai mit vermindertem Mindest-Kaufpreis (11,5 statt 17,9 Mio. Euro) neu ausgeschrieben worden. In der Folge seien drei Angebote gelegt worden, in den Verhandlungen habe sich Eberhardt mit rund 12,9 Mio. Euro als Bestbieter herausgestellt, so die SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs-und Entwicklungsgesellschaft) am Dienstag. Zu der 336.000 Quadratmeter großen Liegenschaft gehört auch die ehemalige Panzerstraße von der Kaserne zum Übungsplatz Völtendorf.