Evangelische Synoden in St. Pölten eröffnet. Mit einem Gottesdienst sind am Mittwochabend die evangelischen Synoden in St. Pölten eröffnet worden.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 05. Dezember 2019 (10:54)
Nimmt erstmals teil: Michael Chalupka
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Bis Samstag werden die gesamtösterreichischen "Kirchenparlamente" der evangelisch-lutherischen (A.B.) und der evangelisch-reformierten Kirche (H.B.) sowie der gemeinsamen Kirche A.u.H.B. in der Landeshauptstadt tagen, teilte der Evangelische Pressedienst für Österreich (epdÖ) mit.

Zum ersten Mal als Bischof nimmt Michael Chalupka an der Synode teil. Bei seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst stellte er das Kreuz als zentrales Symbol des Christentums und als Ausdruck für das Leiden geflüchteter Menschen in den Mittelpunkt. "Der Dienst an den Kindern, Frauen und Männer auf der Flucht, auf der Suche nach einer neuen Heimat, ist immer auch die Predigt vom Gekreuzigten gewesen", erinnerte Chalupka an die Gründung des Diakonie Flüchtlingsdiensts vor 30 Jahren.

Die Flüchtlingsfrage wird die Generalsynode der Kirche A.u.H.B. auch in den kommenden Tagen beschäftigen. Für Samstag ist eine Resolution zum Thema Asyl geplant, wie Synodenpräsident Peter Krömer bereits im Vorfeld dem Evangelischen Pressedienst angekündigt hatte.

Dem Eröffnungsgottesdienst in der evangelischen Kirche in St. Pölten wohnte u.a. auch Diözesanbischof Alois Schwarz bei. Beim anschließenden Empfang blickte Synodenpräsident Krömer auf ein "turbulentes" Jahr zurück. Neben dem Karfreitag-Thema, der Entscheidung über die Segnung für alle und der Wahl des neues Bischofs stehe nun die vierte Synode an. Deutlich kritisierte Krömer laut epdÖ auch, dass die Datenschutzgrundverordnung die evangelische Krankenhausseelsorge "zum Erliegen" gebracht habe. Hier gelte es, mit den verantwortlichen Stellen "wieder aus der Sackgasse herauszufinden".