Durch Corona-Auflagen fehlt Flair: 2021 kein Höfefest. St. Pöltner Höfefest erst 2022. Zukunft des Beislfests ist noch offen, Stadt zeigt Kooperationsbereitschaft.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 08. September 2021 (05:56)
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Lieber nichts riskieren will Patrizia Liberti. Die verschiebt das Höfefest, das durch die Covid-Auflagen heuer an Flair verlieren würde.
privat

Ende September hätte das 24. St. Pöltner Höfefest über die Bühne gehen sollen. Steigende Corona-Infektionszahlen zwingen die Organisatoren nun zur Absage.

5.000 Gäste schlendern gewöhnlich beim Höfefest von Hof zu Hof und genießen das besondere Flair und den ungezwungenen Charakter des Festivals. „Dies wäre aber heuer wegen der Covid-19-Pandemie-Auflagen nicht möglich“, erklärt Organisatorin Patrizia Liberti.

Zutrittskontrollen und Nachweispflicht würden das verhindern. Bereits im Vorjahr wäre die Veranstaltung nur mit einem enormen personellen und bürokratischen Aufwand über die Bühne gegangen. „Die Entscheidung ist für mich die richtige. Die Vorstellung, dass sich jemand bei meinem Festival infiziert, ist entsetzlich“, so Liberti. Für sie sei das Höfefest nicht abgesagt, sondern lediglich verschoben.

Kooperationspartner von Beislfest abgesprungen

 Wie es mit dem Beislfest weitergeht ist noch ungewiss. Das beliebte Fest, das einst von Hennes Beitl aus der Taufe gehoben wurde, hat seinen Kooperationspartner verloren. „Wir haben den Kooperationsvertrag gekündigt. Dennoch wünschen wir dem Veranstalter weiterhin alles Gute für sein Fest“, erklärt Martin Paul von Bärnstein.

Beitl war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Dennoch ist davon auszugehen, dass er das Beislfest weiterhin veranstalten will. Auch heuer am ersten Oktober-Wochenende.

Bereitschaft zu einer Kooperation signalisiert jedenfalls Matthias Weiländer vom Marketing St. Pölten: „Sollte sich niemand finden, werden wir das gerne in die Hand nehmen.“ Auch Kulturamtsleiter Alfred Kellner zeigt Interesse: „Dazu bräuchte ich aber einmal eine Gesprächsgrundlage, dann sind wir immer bereit zu unterstützen.“

Wie es rechtlich mit den Veranstaltungen im Herbst weitergeht, ist ebenfalls ungewiss. Die sogenannte „Frequency-Verordnung“ der Stadt läuft Ende September aus. Behördenleiter Martin Gutkas: „Eine Ausdehung ist nicht vorgesehen, wir vertrauen darauf, dass das Gesundheitsministerium seine Verantwortung wahrnimmt und entsprechende Vorschriften erlässt – diese sind ja im Wesentlichen schon angekündigt.“ Dabei spielt er auf das Vorhaben an, die 1G-Regel  einzuführen.