Verfolgungsjagd nach entflohenem Häftling in St. Pölten. Tschetschene, der aus Justizanstalt St. Pölten entwischt war, krachte mit Pkw gegen Laterne „Am Bischofsteich“ und flüchtete dann zu Fuß weiter.

Von Gila Wohlmann. Update am 10. Februar 2020 (11:02)
Weingartner-Foto

Eine Verfolgungsjagd lieferte sich ein Tschetschene mit der Exekutive mitten in der Landeshauptstadt. Die Beamten fuhren im Zuge ihrer Streifentätigkeit einem Auto in der Dr. Karl-Renner-Promenade hinterher. Das missfiel dem ins Visier genommenen Lenker sehr. Er wurde nervös, stieg aufs Gas und brauste mitten durchs Ortszentrum. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Die Flucht nahm jedoch - zumindest vorerst - ein jähes Ende.

Der Mann krachte „Am Bischofsteich“ gegen eine Straßenlaterne. Sichtlich in Panik vor einer Kontrolle sprang der Lenker aus dem Wagen und flüchtete zu Fuß weiter. Er konnte nicht mehr geschnappt werden. Seine Spuren verloren sich in der Innenstadt. Im verunfallten Pkw wurde aber ein gefälschter Reisepass sichergestellt, der Hinweise auf die Identität des Flüchtigen gab.

Nun war klar, warum der Mann auf den Streifenwagen so panisch reagierte. Bei dem Lenker handelt es sich um einen Strafgefangenen der Justizanstalt St. Pölten, der im November im Zuge des elektronisch überwachten Hausarrestes von seiner Arbeitsstelle geflohen war. Bei seiner Flucht damals raubte er auch jenes Fahrzeug, mit dem er den Unfall baute. Darauf waren überdies in Wien gestohlene Kennzeichen montiert. Die Fahndung nach dem 23-Jährigen läuft.