St. Pöltner Stadtgärtnerei pflanzt Bäume nach

In Straßen und Parks sind 2021 rund 160 Bäume gefällt und 280 nachgesetzt worden. In Wäldern und Grüngürteln wachsen 12.000 weitere als Ersatz für Rodungen.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 04:53
Lesezeit: 2 Min
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Gruppenbild mit junger Birke: Matthias Stadler, Michael Bachel von den städtischen Betrieben, Baudirektor Wolfgang Lengauer und Robert Wotapek bei den neuen Bäumen im Süden der Stadt.
Foto: Josef Vorlaufer

Die Bäume wachsen auch in St. Pölten nicht in den Himmel. Aber es sind doch wieder einige mehr, die im Stadtgebiet sprießen und dabei auch noch den Stadtbewohnern nützlich sein sollen.

160 Straßenbäume im Frühjahr und noch einmal 120 im Herbst hat die Stadtgärtnerei 2021 gepflanzt.

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Wichtige Funktionen: Lärm absorbieren, Sauerstoff liefern

13.000 dieser Bäume, die an Straßen, auf Spielplätzen und in Parks Schatten spenden, Lärm absorbieren und Sauerstoff liefern, sind im Baumkataster verzeichnet. Sie werden von der Stadtgärtnerei regelmäßig gepflegt und auf ihre Standfestigkeit überprüft.

162 davon mussten 2021 gefällt werden. Gerodet wird aufgrund mangelnder Stand- oder Bruchsicherheit sowie seltener auch, weil die Bäume durch Umwelteinflüsse abgestorben sind.

Von fünf bis zu 60 Jahren alt wird so ein Stadt-Baum. „Es werden verschiedene Gattungen und Arten gesetzt, um eine größtmögliche Biodiversität zu erreichen“, erklärt Stadtgärtnerei-Leiter Robert Wotapek.

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Neben Stieleiche und Walnuss wurden Spitzahorn, Winterlinde und Schwarzerle gepflanzt.
Foto: Arman Kalteis

Die Auswahl erfolgt nach relativer Trockenheitstoleranz und Streumittelverträglichkeit. Arten wie Acer, Tilia, Prunus, Platanus, Aesculus, Betula, Pinus, Pyrus, Quercus, Gleditsia, Carpinus, Robinia, Celtis, Picea, Juglans oder Amelanchier sind zu finden. In der Fuchsstraße wurden beispielsweise 22 Birken in zwei Sorten gepflanzt, in der Bergfeldgasse Maronibäume und Spitzahorn. Bei den Pflanzungen kamen zudem Tulpenbaum, Schnurbaum, Zierkirsche, Felsenbirne und Linde zum Einsatz.

Alleine der Kontrollzyklus der Stadtgärtnerei umfasst zudem weitere 34.500 Bäume mit einem Stammumfang von mehr als 40 Zentimeter.

12.000 neue Bäume als Ersatz für Rodungen

Zusätzlich wird aber auch im Wald und in Grüngürteln aufgeforstet. Rund 12.000 Bäume wurden gesetzt, um Rodungen wie etwa beim Ausbau der Stadtsportanlage zu kompensieren. Für jeden gefällten Baum wurden laut Stadt drei neue gesetzt. „Der Grünanteil in St. Pölten ist enorm groß. Dieser soll erhalten und erweitert werden“, betont Bürgermeister Matthias Stadler.

Zu finden ist in St. Pölten auch der vom Kuratorium Wald frisch gekürte Baum des Jahres. Die Rotföhre oder auch Weißkiefer steht etwa im Hammerpark und Schlösselpark, in der Porschestraße und in der Lehmbodengasse.