Kebapstandl sorgt für Wirbel. Döner-Laden muss Aufgrabungen weichen. Anrainer-Protest gegen neuen Standort am Bischofsteich.

Von Beate Steiner. Erstellt am 20. September 2016 (05:04)
NOEN, Beate Steiner
Bayram Tasdelen betreibt seit über zehn Jahren seinen Kebapstand auf dem Domplatz beim Durchgang zur Grenzgasse.

Der Kebapstand am Domplatz muss den nächsten Ausgrabungen der Archäologen weichen. Betreiber Bayram Tasdelen übersiedelt im Oktober an einen neuen Standort, und zwar zum Bischofsteich. Gegenüber der Bezirkshauptmannschaft, auf dem Wiesenfleckerl beim Wasserbecken an der Ecke zur Klostergasse, wird Tasdelen dann Döner und Dürüm verkaufen.

NOEN, Beate Steiner
Manfred Koch auf der Wiese, wo der Kebapstand aufgestellt werden soll: „Diese Lampe muss dann auch entfernt werden.“

Das sorgt für ziemlichen Wirbel bei den Anrainern wie Manfred und Inge Koch. „Wir wollen dieses Projekt verhindern“, kündigt Koch im Namen seiner Nachbarn an. Denn der Bischofsteich sei kein Rummelplatz, Lärm, Gestank und Müll seien vorprogrammiert, wenn ein Imbissstand hier Platz findet. Außerdem sehen die Anrainer keinen Kebap-Bedarf an der stark frequentierten Kreuzung Parkpromenade, Klostergasse und Bischofsteich.

„Warum fällt der Kebapstand nicht unter den Ensembleschutz?“

Inge Koch, Anrainerin

Beim Magistrat sind die Einwände bekannt, aber der neue Standort des Mini-Gastrobetriebs wurde bereits genehmigt. Denn der Imbiss-Betreiber erfülle alle gesetzlichen Vorgaben, bestätigt Bürgermeister Matthias Stadler. Daher gebe es keinen amtlichen Grund zum Einschreiten, wenn der Stand am Bischofsteich aufgestellt werde.

Anrainerin Inge Koch sieht sehr wohl Gründe für einen ablehnenden Bescheid des Magistrats: „Wir mussten uns beim Umbau an den Ensembleschutz halten, mussten die vorgegebenen Fenster einbauen. Der Container kann doch nicht die Vorgaben des Ensembleschutzes erfüllen.“ Die Anrainer hätten auch einen Alternativ-Vorschlag für ein Kebap-Platzerl in der Nähe: „Der Stand könnte doch in den Stadtpark übersiedeln.“