Die Zeit nagt an maroden Villen

Seit Jahren verfallen zwei ehemals herrschaftliche Häuser am Altstadtrand. Eigentümer Hager plant weiter die Sanierung.

Beate Steiner Erstellt am 15. Juni 2017 | 11:54
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Die alte Villa in der Maria-Theresia-Straße verfällt immer mehr. Seit 2015 gibt es bereits eine Baubewilligung zur Sanierung.
Foto: NOEN, Steiner

Sie sorgen in der öffentlichen Diskussion und in Sozialen Netzwerken immer wieder für Aufregung: Die beiden verfallenden Villen in der Maria-Theresia-Straße und der Dr.-Theodor-Körner-Straße. Eigentümer ist die Baldomer Privatstiftung, de facto tut aber der vorhergehende Eigentümer Alfred Hager nichts dagegen, dass die beiden ehemals repräsentativen Gebäude langsam verfallen.

"Die Villen werden nicht abgerissen. Wenn der Bauherr zustimmt, können wir starten.“

Ende 2014 verkündete Hager, dass in die Villa in der Maria-Theresia-Straße acht Stadtwohnungen gebaut werden. Anfang 2015 sollte mit dem Umbau begonnen werden (siehe auch unten). Seit Mitte 2015 gibt es definitiv Baubewilligungen der Behörde. Planer Christoph Küffer bestätigte damals: „Die Villen werden nicht abgerissen. Wenn der Bauherr zustimmt, können wir starten.“

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Bauherr Alfred Hager betont, dass es bereits Ausschreibungen für die Bauarbeiten gebe, dass allerdings durch den Tod von Baumeister Fritz Küffer vor zwei Wochen eine Verzögerung eingetreten sei: „Dieses Unglück war absolut nicht vorhersehbar. Noch vor zwei, drei Monaten hat Baumeister Küffer von einer Fertigstellung Ende des Jahres gesprochen.“

Natürlich hat auch der Magistrat „großes Interesse, dass die Häuser saniert und bewohnt werden“, betont Behördenleiter Martin Gutkas: „Nicht nur wegen des Ortsbildes, sondern auch, weil es sehr schöne Häuser wären.“ Gutkas bestätigt, dass die von der Behörde aufgetragenen Sicherungsmaßnahmen erledigt wurden, „aber leider nicht mehr. Die Behörde hat keine rechtliche Möglichkeit einem Eigentümer eine längst fällige Sanierung aufzutragen.“