Auftakt der Caritas-Augustsammlung. „Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Hunger und Unterernährung“, betonte Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck zur Auftaktveranstaltung der diesjährigen Caritas-Augustsammlung am Freitag.

Erstellt am 04. Juli 2014 (13:57)
NOEN, Wolfgang Zarl
Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck und Abbe Bertin Sagna, Caritas-Direktor in der senegalesischen Diözese Tambacounda, bitten um Hilfe aus der Bevölkerung, um den Hunger zu bekämpfen. Foto: Zarl
Schuhböck betonte: „Rund 842 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger. Hunderte Millionen Mütter und Väter wissen Tag für Tag nicht, wie sie ihren Kindern genügend zu essen geben sollen.“ Die Folge sei Hunger, der bei den Kindern zu bleibenden Entwicklungsrückständen und lebenslangen Beeinträchtigungen führt.

Zukunft ohne Hunger als Ziel

Vor allem bei Kindern unter zwei Jahren sind die Folgen fatal und nicht mehr aufholbar: Sie sind für ihr Alter viel zu klein, lernen viel schwerer und sind damit von Anfang an am Abstellgleis des Lebens. Unterernährung trägt weltweit jedes Jahr zum Tod von 2,6 Millionen Kindern bei – jeden Tag sterben Kinder in Westafrika und Syrien an Hunger.

NOEN, Wolfgang Zarl
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Caritas und Katholische Männerbewegung haben sich eine Zukunft ohne Hunger zum Ziel gesetzt. Schuhböck kritisiert, dass das weltweite Hungerproblem auch durch Nahrungsmittelspekulationen hierzulande entsteht.

Weiters könne er nicht verstehen, warum das reiche Österreich immer weniger für Hilfe in anderen Ländern gebe. Schuhöck appelliert an die Bevölkerung mit Hand, Herz und Hirn zu reagieren.

Fokus heuer auf Westafrika und Syrien

Die Augustsammlung lenkt heuer den Blick auf zwei Regionen, die besonders betroffen sind: Westafrika und Syrien. Den Menschen in der Sahelzone droht die dritte Hungerkatastrophe innerhalb von sieben Jahren. Ausbleibender Regen und schlechte Ernten sind für die Lage mitverantwortlich.

Etwa 2,5 Millionen Menschen in Westafrika brauchen dringend Nahrungsmittel, um zu überleben. Besonders betroffen: der Senegal, wo 2,2 Millionen Menschen durch Nahrungsmittelknappheit bedroht sind. 340.000 Kinder leiden bereits schon an teils schwerer Unterernährung.

Flashmob gegen den Hunger und Aktion Gurkenglas

NOEN, Wolfgang Zarl
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Anschließend an das Pressegespräch fand am Riemerplatz ein Flashmob gegen den Hunger statt. Alle zehn Sekunden fiel zu Trommelschlägen ein Teilnehmer des Flashmobs zu Boden und blieb liegen symbolisch für den Hungertod.

Die Caritasdirektoren und MitarbeiterInnen der Caritas halfen den Menschen wieder auf, ebenfalls symbolisch für die Hilfe, die die Caritas leistet.
 
Dazu gibt es eine weitere spezielle Aktion: Ursprünglich bezeichnete ja die "Saure Gurken Zeit" eine Zeit, in der die Nahrungsmittel knapp waren. Während bei uns in Europa Lebensmittel mittlerweile in jeder Saison im Überfluss vorhanden sind, müssen in anderen Ländern die Menschen wochen-, monate- oder jahrelang eine Saure Gurken Zeit erleben. Das will die Caritas ändern und ruft dazu auf, in den Sommermonaten Kleingeld im Caritas-Gurkenglas zu sammeln und im September zur Bank zu bringen. Denn: Jeder Cent hilft! Infos unter www.caritas.at/hunger
 
Die Augustsammlung wird heuer bereits zum 42. Mal von Caritas und Katholischer Männerbewegung durchgeführt. Sie ist eine der wichtigsten österreichweiten Spenden-Kampagnen für die Armutsregionen der Welt und insbesondere für Afrika.

Wie kann man spenden?

Erlagscheine liegen in allen Banken und Postämtern auf. Es gibt auch die Möglichkeit unter www.caritas-stpoelten.at online zu spenden.

Spendenkonto:

Raiffeisenbank St. Pölten
BLZ 32585, Kto.-Nr. 76000
Kennwort: Augustsammlung
IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000
BIC: RLNWATWWOBG