Abend-Gespräch über Fanatismus. Erstes „St. Pöltner Gespräch“ soll aufrütteln und St. Pöltner zum Mitreden animieren.

Von Mario Kern. Erstellt am 08. September 2017 (11:19)
NOEN, Kern
Den Auftakt der „St. Pöltner Gespräche“ bildet am 15. September in der ehemaligen Synagoge ein Streifzug durch Fanatismen aller Art. Sollte das Format erfolgreich sein, könnte es mehrmals im Jahr zum Mitdenken und Mitreden animieren.

Brennende Themen der Gesellschaftspolitik und des Weltgeschehens sollen künftig zumindest einmal im Jahr tiefgehend diskutiert werden – aus diesem Grund haben die Stadt und der Dialog der Kulturen die „St. Pöltner Gespräche“ ins Leben gerufen. „Je nach Erfolg könnten sie künftig auch öfter stattfinden“, erläutert Kulturamtsleiter Thomas Karl.

Zur Reihe angeregt haben der ehemalige Botschafter in Tunesien Gerhard Weinberger und „Dialog“-Chef Reinhard Gosch bei einem Gespräch mit Bürgermeister Matthias Stadler. Gerhard Weinberg hat für die Auftaktveranstaltung am Freitag, 15. September, um 18 Uhr in der ehemaligen Synagoge zwei Vortragende gewinnen können: Mohamed Haddad und Robert Pfaller sprechen über „Religiöse und andere Fanatismen“ wie etwa auch den Körper- und Gesundheitskult in der westlichen Kultur.

Vorträge und Diskussionen

Haddad, Islamologe an der Universität Tunis, hat bereits zahlreiche Publikationen zum Thema religiöser Fanatismus verfasst. Pfaller, Philosoph an der Kunstuniversität Linz, hat sich vielfach der Tendenzen der westlichen Gesellschaft angenommen, Lustempfindungen „auszulagern“ und darin mitunter recht fanatisch zu werden.

Nach den beiden Vorträgen soll das Publikum ins Gespräch mit den beiden Autoren kommen. „Diese Diskussion ist nicht nur erwünscht, sondern Kern der gesamten Idee, sollen die Vorträge doch aufrütteln“, erklärt Thomas Karl.