DomiZiel stockt in Spratzern auf

Das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen bekommt zusätzlichen Platz.

Martin Gruber-Dorninger
Martin Gruber-Dorninger Erstellt am 09. Dezember 2020 | 19:28
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Vereinsobmann Dietmar Fenz (links) freut sich mit Bürgermeister Matthias Stadler über die Unterstützung seines Herzensprojektes „DomiZiel“.
Foto: Josef Vorlaufer

„Seit Längerem übersteigen die Anfragen die vorhandenen Kapazitäten. Wir haben deshalb ein Konzept zum Ausbau am Standort vorgelegt, das nun positiv von Stadt und Land bewertet wurde“, freut sich der Obmann des Betreibervereins, dass das „DomiZiel“ in Spratzern ausgebaut wird.

Das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen bekommt zwei zusätzliche Stockwerke in Leichtbauweise. 28 zusätzliche, teilbetreute Plätze werden geschaffen. Die Kosten betragen rund 2,1 Millionen Euro, Stadt und Land fördern den Ausbau. Die Stadt übernimmt zudem die Kredithaftung. Der Baustart ist im ersten Halbjahr 2021 geplant. Ich freue mich, dass wir nun den Grundstock für den nächsten Meilenstein setzen können“, so Stadtrat Dietmar Fenz. Sein Ziel: „Weiterhin optimale und noch umfassendere Betreuungsmöglichkeiten vor Ort anzubieten. Getreu dem Motto: Behindert leben, betreut wohnen.“

Unterstützung bei Alltag und Integration

Seit 2005 bietet das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in der Maria-Sturm-Gasse Platz für vier Gruppen mit jeweils sieben bis neun Bewohnern. Untergebracht sind aktuell Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, die tagsüber in einem Tagesheim – unter anderem in der Tagesheimstätte – betreut werden. Die Betreuer der in getrennten Bereichen untergebrachten Wohngruppen unterstützen die Menschen in ihrem Alltag, geben Anleitung und übernehmen Aufgaben. Sie unterstützen die Integration in die Gemeinde und fördern die Selbstständigkeit. Angestrebt wird der Übergang in eine ambulant betreute Wohnform.

„St. Pölten bietet unter anderem mit der GW, der Tagesheimstätte und dem Wohnprojekt DomiZiel seit vielen Jahren ein breit gefächertes Betreuungs- und Betätigungs-Angebot für Menschen mit Behinderungen. Die neuen teilbetreuten Plätze stärken das bestehende Angebot“, freut sich auch Bürgermeister Matthias Stadler. Nach dem grünen Licht vom Land werden die entsprechenden Beschlüsse bald im Gemeinderat vorgelegt.