Der Rüsselkäfer fällt in der Region ein. Schädling frisst Rübenpflanzen ab, erneuter Anbau bringt wenig. Auch Trockenheit stellt Landwirte vor eine Herausforderung.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 16. April 2019 (03:18)
Frank
Rüsselkäfer

Im Vorjahr ist der Bezirk noch vor der großen Invasion der Rübenrüsselkäfer verschont geblieben. Doch heuer ist der Schädling im Perschlingtal eingefallen, wie Bezirksbauernkammer-Obmann Anton Hieger bestätigt. „Die Käfer fressen die erst kürzlich angebauten Rübenpflanzen komplett. Innerhalb von kurzer Zeit sind die Pflanzen auf den Äckern verschwunden“, weiß Hieger, der befürchtet, dass sich der Käfer entlang des Westbahngebietes weiter ausbreiten wird. Der Schädling würde die Landwirte vor eine große Herausforderung stellen, denn ein Wiederanbau der Rüben bringt nichts. „Die Käfer fressen wieder alles ab“, erklärt der Bezirksbauernkammer-Obmann.

Als Konsequenz seien heuer ohnehin schon 10.000 Hektar weniger Rüben in NÖ angebaut worden. „Als Folge wird die Agrana dann wahrscheinlich eine Zuckerfabrik schließen müssen“, befürchtet Hieger. Wichtig wäre, laut Hieger, dass wirksame Pflanzenschutzmittel gegen diese Schädlinge zugelassen werden. Was die Bauern vor eine Herausforderung stellt, wenn die Pflanzen abgefressen werden, ist die Fruchtfolge auf den Äckern, die eingehalten werden muss.

Neben den Schädlingen, wie auch Erdfloh, Rapsglanzkäfer oder Maiswurzelbohrer, bereitet den Landwirten auch die Trockenheit Sorgen. „Bei Weizen und Gerste ist die Entwicklung nicht ideal, Trockenschäden sind schon zu erkennen. Richtiger Regen fehlte bis jetzt einfach“, sagt Hieger.

Er hofft, dass in den nächsten zwei Wochen Regen fällt, „sonst müssen wir mit Sicherheit mit großen Schäden rechnen.“