St. Pöltner Petition gegen Lärm im Endspurt. Über 590 Unterschriften sammelte Bürgerinitiative bereits gegen zu laute Straßen und Schienen. Hoffen auf Politik.

Von Katharina Göber und Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:07)
Am Tag des Lärms vergangenen Mittwoch weisen an der A 1 Manfred Schönleitner, Rudolf Kernstock und Dieter Schmidradler (von links) auf die Lärmbelastung für St. Pölten hin.
Martin Gruber-Dorninger

Am Tag des Lärms machten Initiatoren einer Bürgerinitiative gegen den Verkehrslärm mobil. „Wir arbeiten gemeinsam dafür, dass sich die Leute in der Stadt wohlfühlen können“, nennt Initiator Rudolf Kernstock sein oberstes Ziel.

Die Petition läuft seit Anfang März, über die Resonanz sei man überrascht. Bisher wurden mehr als 590 Unterschriften gesammelt. Damit soll es laut Kernstock noch nicht getan sein, bis Samstag, 8. Mai, kann noch unterschrieben werden. Die Unterschriften will Kernstock mit seinen Mitstreitern dann an Umweltministerin Leonore Gewessler, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler übergeben. Ziel ist ein Tempolimit von 80 km/h auf der A 1 und der S 33 sowie eine schnellere Umrüstung auf leisere Güterzüge.

Leisere Züge verspricht ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Bis Ende 2024 sollen die Waggons der Güterzüge entsprechend umgebaut werden. „Das ist ein Meilenstein zur Eindämmung von Schallemissionen durch die Bahn. Dadurch wird sich die Schallbelastung halbieren“, so Seif. Er verweist auch darauf, dass in St. Pölten umfangreichere Schallschutzmaßnahmen als bei anderen Bahnprojekten errichtet wurden. Behördlich geprüfte Messungen hätten die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte bestätigt. Auf Messungen von 2019 verweist auch Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla: „Auf dieser Basis erfolgt eine deutliche Erhöhung der Lärmschutzwände.“ Bereits im Vorjahr wurde der erste Teil umgesetzt, der Rest werde in Verbindung mit der Sanierung der Fahrbahndecke in den nächsten Jahren realisiert.