Dank fleißiger Biber einiges zu tun. Durchgeräumt von Altmannsdorf bis nach Stollhofen haben die Kraftwerksbetreiber den Werksbach östlich der Traisen. Schadhafte Bäume wie etwa zahlreiche Eschen wurden entfernt, Uferbefestigungen ausgebessert, nachdem das Wasser aus dem Bachbett gewichen war.

Von Max Steiner. Erstellt am 01. Oktober 2020 (03:11)
Umtriebig waren die Biber im Werksbach. Der Damm der Tiere staute das Wasser rund einen halben Meter höher.
Permoser

Insgesamt war es eine ruhige Bachabkehr, weiß Franz Permoser, Obmann der Wasserwerksgenossenschaft am Altmannsdorfer Wehr. Deren Gebiet befindet sich am Anfang der Strecke, in Altmannsdorf wird das Wasser aus der Traisen ausgeleitet. 19 Kraftwerke gibt es an der Strecke. Vor der Arbeit siedelten die Fischereiberechtigten die Fische teils in die Traisen oder andere Bäche um.

Probleme mit einer kompletten Austrocknung hat es heuer nicht gegeben, weil der Grundwasserspiegel wegen der vielen Regenfälle wesentlich höher liegt. Sorgen bereitet den Kraftwerksbetreibern hingegen der Biber, der entlang der gesamten Strecke siedelt und seine Dämme baut. Beim Biotop Feldmühle etwa war das Wasser einen halben Meter höher gestaut. „Der Biber verursacht enorme Kosten“, erklärt Permoser. Er beschädige viele Dämme. Wo keine Gefahr besteht, belasse man ihn aber. „Würde man sie vertreiben, würden sich bald andere Biber ansiedeln“, so Permoser.

Mit Müll gab es dafür kaum Probleme. Permoser weiß von einem Fahrrad, das bei Ratzersdorf wieder aufgetaucht ist.