Angebot für Jugendliche: Nordrand nun im Zentrum. Nach Umzug haben sich die Sozialarbeiter gut am Bahnhof eingelebt. Die Streetworker unterstützen junge Menschen mit offenem Betrieb vor Ort und unterwegs.

Von Maria Prchal. Erstellt am 05. August 2018 (05:39)
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Georg Dammerer, Elke Bandion, Julia Zauchinger und Michael Hirtenlehner auf den selbst gebauten Palettenmöbeln bei Nordrand, eines von vielen Projekten, das sie mit den Jugendlichen umgesetzt haben.
Maria Prchal

Wuzzeln, Kochen oder einfach nur runterkommen vom Stress – Nordrand hat offene Ohren und Türen für St. Pöltens Jugendliche. Das fünfköpfige Team ist jetzt am Bahnhof stationiert und dadurch zentraler und niederschwelliger.

Jeden Mittwoch ist für 12- bis 23-Jährige Betrieb. An den anderen Tagen ziehen die Streetworker mit zwei Rucksäcken voll Infomaterial, Kondomen und mehr vom Spratzerner Kirchenweg bis zum Traisenpark durch die Stadt und kommen mit Jugendlichen ins Gespräch. „Alles, was wir tun, ist Beziehungsarbeit. Wir wollen Vertrauen aufbauen“, erklärt die fachliche Leiterin Julia Zauchinger. Es gelte, Jugendarbeit und Streetworking bekannt zu machen, um den jungen St. Pöltnern zu zeigen: Es gibt für sie eine Anlaufstelle. Deswegen findet es Zauchinger auch gut, dass in der Innenstadt und im Bahnhofsbereich mittlerweile so viele Angebote existieren. So findet jeder das Passende.

Nordrand, gegründet schon im Jahr 2000, ist der älteste Streetworking-Verein in Niederösterreich. Streetworking, mobile Jugendarbeit und Beratungsangebot brauche jede Stadt, betont Zauchinger. Neben Beratung stellt Nordrand verschiedene Projekte auf die Beine und schaut dabei auch immer, dass die jungen Menschen eingebunden werden. Auf deren Initiative gab es etwa ein Skiwochenende.

Auch die Betreuer profitieren von der Arbeit mit den Jugendlichen. „Sie sind Experten ihrer Zeit“, helfen sie Zauchinger, auf dem Laufenden zu bleiben.