Parkhaus bleibt weiter eine Baustelle. Park & Ride-Anlage hinter dem Bahnhof wird nach wie vor erneuert. Schranken ist nicht in Sicht.

Von Thomas Werth. Erstellt am 09. April 2019 (04:16)

Die Park & Ride-Anlage in der Hermann-Winger-Gasse ist bis Ende Juli erneut Baustelle. In der ersten Etappe wurde heuer bereits die Auffahrtsrampe zum zweiten Dachgeschoß erneuert, wodurch seit Freitag 150 Parkplätze wieder zur Verfügung stehen. Jetzt wird allerdings abschnittsweise das erste Dachgeschoß saniert, was wieder rund 50 Stellplätze kostet.

„Wir wollen ein System installieren, das österreichweit funktioniert"

Auch wenn insgesamt über 1.000 Parkplätze zur Verfügung stehen, verschärfen die Sperren die Park-Situation. Denn das kostenlos nutzbare Parkhaus platzt aus allen Nähten. Auf Sperrflächen wird ebenso geparkt wie auf der Fahrbahn – trotz regelmäßiger Polizeikontrollen. Obwohl die für Pendler gedachte Anlage auch von vielen Nicht-Bahnkunden frequentiert wird, ist die mehrfach diskutierte Zufahrtsbeschränkung weiter nicht in Sicht.

Heuer soll es aber eine Entscheidung geben, sagt ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Derzeit seien einige Varianten im Testbetrieb. „Wir wollen ein System installieren, das österreichweit funktioniert, und im Aufbau, in der Anwendung und in der Wartung nach einem Muster abläuft“, so Seif.

Die 2016 begonnene Sanierung sorgte auch heuer wieder für politische Diskussionen. Die VP setzte sich zuletzt mit einem Zusatzantrag bei der Gemeinderatssitzung dafür ein, dass eine Lösung erarbeitet wird, „um die Verfügbarkeit von weiteren Parkplätzen zu verbessern“. Auch die Sperre des Dachgeschoßes in den Wintermonaten ist der VP ein Dorn im Auge.

Die SP stimmte dem auch von den anderen Oppositionsparteien unterstützten Zusatzantrag aber nicht zu. „Mit der gewählten Vorgangsweise können wir gewährleisten, dass auf der einen Seite die notwendigen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden und auf der anderen Seite den Pendlern trotzdem Parkplätze zur Verfügung stehen“, betont Stadtrat Harald Ludwig.

„Würden wir die Anlage auf einmal erneuern, müsste sie aber zwei Jahre komplett gesperrt werden.“

Baudirektor Kurt Rameis verweist darauf, dass man die vor allem durch Salz bedingten Schäden rasch sanieren müsse. „Würden wir die Anlage auf einmal erneuern, müsste sie aber zwei Jahre komplett gesperrt werden.“ Die abschnittsweise Erneuerung wird noch fünf Jahre dauern, erklärt Rameis. Die zeitweise Wintersperre sei notwendig ohne eine Überdachung. Eine solche ist laut Rameis vor allem eine Geldfrage, diesbezüglich führe man Gespräche mit Land und ÖBB.

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