SKN siegt im letzten Spiel des Jahres. Dieses Mal hatte St. Pölten im letzten Viertel den längeren Atem und feierte in Wien einen wichtigen Auswärtssieg.

Von Manuel Burger. Erstellt am 30. Dezember 2020 (07:03)
St. Pöltens Lukas Böck (l.) drehte in der Schlussphase mächtig auf.
Wolfgang Mayer

VIENNA D.C. TIMBERWOLVES – SKN ST. PÖLTEN 71:75. Wie schon in der Vorsaison ging es für das letzte Spiel des Jahres in den 22. Wiener Gemeindebezirk. Ersatzgeschwächt musste sich der SKN vor einem Jahr noch mit 100:105 nach Verlängerung geschlagen geben. Dieses Mal klappte es wieder ohne den verletzten Lewis und unter der Regie des erneuten SKN-Topscorers Trmal mit dem Favoritensieg.

Die Wiener starteten gut, führten nach fünf Minuten mit 10:5. Danach brauchten die Gäste aber keine zwei Minuten um einen 12:0-Lauf hinzulegen. Fünf Dreier fanden ihr Ziel, Wonisch verwandelte drei en suite. Die Folge war ein klares 25:15 nach zehn Minuten. Die Herrlichkeit aus der Distanz war dann aber vorbei, alle folgenden 17 Würfe verfehlten ihr Ziel. Der SKN hatte das Glück, dass bei den Timberwolves auch im zweiten Viertel offensiv überhaupt nichts zusammen lief. Nach sechs Minuten lautete demnach der magere Spielstand 5:6. Die St. Pöltner Größenvorteile machten sich am Rebound bemerkbar, die Gastgeber mussten ihr Heil von der Dreierlinie (insgesamt 33 Würfe) suchen. Vorerst vergeblich. Mit einer 16-Punkte-Führung für den SKN wurden die Seiten gewechselt.

„Wir haben sie in der ersten Hälfte gut unter Kontrolle gehabt. In der Pause habe ich der Mannschaft gesagt, dass sie das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Denn ich habe gewusst, dass sie zu treffen beginnen werden“, so SKN-Head Coach Andreas Worenz.

So kam es dann auch, noch dazu gleich zu Beginn der zweiten Hälfte mit drei Dreiern und einem 11:2 nach etwas mehr als zwei Minuten. Dann nahmen sich die Wiener wieder eine spielerische Auszeit, St. Pölten nutzte dies aber zu wenig aus. Nach sechs SKN-Punkte in Folge, legten die Timberwolves ein 11:0 nach. So schmolz der Vorsprung auf zwei Punkte (49:47), Cutuk beendete das Viertel mit einem extrem wichtigen Dreipunktespiel. So betrieb man Schadensbegrenzung (13:22).

Auch im vierten Abschnitt lief zunächst wenig bei St. Pölten zusammen. In über fünf Minuten gelangen nur vier Zähler. So drehte Wien tatsächlich die Partie und ging in Führung: 59:58. Doch Böck und Schilder punkteten für die Worenz-Truppe eifrig. Beim offenen Schlagabtausch in der Schlussphase hatte der SKN den längeren Atem. „Dass jemand zum Korb zieht, hat uns zuletzt gefehlt. Luki hat Verantwortung übernommen“, lobte Worenz Böcks Energieanfall in der „Crunchtime“ mit acht Punkten in Serie.

St. Pöltens neuer Point Guard, Omar Krayem, kam noch nicht zum Einsatz. Der SKN hofft, dass bis zum wichtigen Match am Samstag gegen Oberwart die Freigabe der FIBA erfolgt.

VIENNA D.C. TIMBERWOLVES – SKN ST. PÖLTEN 71:75 (15:25, 25:41, 47:54).

SKN:
Trmal 19, Schilder 14, Wonisch 14, Cutuk 8, Böck 8, Jagsch 3, Mbemba 4, Oikonomopoulos 3, Kaltenbrunner 2, Alturban.