SKN St. Pölten verliert nächsten Krimi. St. Pölten hadert bei der knappen Niederlage in Gmunden mit den Referees und schrammt hauchdünn an der Sensation vorbei.

Von Manuel Burger. Erstellt am 22. November 2020 (20:38)
Bittere Woche für Florian Trmal (r.) und den SKN. Auch im zweiten Spiel innerhalb von vier Tagen gab es eine hauchdünne Niederlage.
Wolfgang Mayer

GMUNDEN – ST. PÖLTEN 77:74. Eine Hiobsbotschaft gab es schon vor dem Spiel. Topscorer Lewis fällt mit einem Kreuzbandriss mindestens ein halbes Jahr aus. Dadurch ging der SKN als krasser Außenseiter in der Traunstadt an den Start. Die Gäste waren aber gleich im Spiel, stellten nach Dreipunktwürfen von Cutuk und Oikonomopoulos auf 6:0. Nach acht Punkten in Folge lag Gmunden mit 10:8 in Front und behielt bis zum Viertelende einen knappen Vorsprung (24:23).

Der SKN begann auch den zweiten Abschnitt mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen, dieses Mal trafen Trmal und Wonisch. In Minute 13 führte St. Pölten mit acht Punkten (34:26), etwas mehr als zwei Minuten später noch mit sieben (38:31). Doch danach drehten die Oberösterreicher auf und entschieden schließlich auch das zweite Viertel für sich: 22:19.

Im dritten Abschnitt zog Gmunden auch auf acht Punkte davon, eine starken Leistung in der Defensive ebnete jedoch den Weg zum Ausgleich am Ende des Viertels: 61:61. Hier gelang dem SKN über 3,5 Minuten kein Punkt. Nach sechs verwandelten Freiwürfen des Ex-St. Pöltners Friedrich schien die Partie bei 75:68 entschieden.

Doch der SKN kam auf einen Punkt heran (75:74), vergeigte aber die folgende Offensivaktion. Gmunden durfte danach wieder an die Freiwurflinie (77:74) und vereitelte den St. Pöltner Dreipunktwurf durch ein Foul vier Sekunden vor Schluss. „Das war ein absichtliches Foul“, so SKN-Headcoach Andreas Worenz, nachdem die Referees nur ein „normales“ Foul pfiffen. „Eine krasse Fehlentscheidung.“ So gab es statt Freiwürfen und Ballbesitz nur Freiwürfe. Jagsch musste den Freiwurf ob der Zeitnot absichtlich vergeben, doch der Ball fand nicht mehr zurück zur Dreipunktlinie.

St. Pölten schnupperte an der Sensation und scheiterte hauchdünn. Auch weil Leader Lewis in der Crunchtime nicht zur Verfügung stand. „Jetzt reicht es mit den knappen Spielen. Das nächste möchte ich wieder gewinnen“, so Worenz, der sein Team für ihren Kampfkraft lobte: „Ich bin stolz auf die Mannschaft.“

GMUNDEN SWANS – SKN ST. PÖLTEN 77:74 (24:23, 46:42, 61:61).

Gmunden
: Friedrich 29, Murati 18, Blazan 11, Dolenc 8, Jelks 6, Schartmüller 3, Güttl 2. SKN: Cutuk 14, Wonisch 14, Trmal 11, Oikonomopoulos 11, Jagsch 10, Böck 6, Schilder 5, Kaltenbrunner 3.