St. Pölten gegen Vienna wie der Phönix aus der Asche . SKN St. Pölten reißt Partie gegen den BC Vienna dank eines tollen Schlussabschnitts doch noch an sich.

Von Manuel Burger. Erstellt am 22. Oktober 2020 (07:02)
Verwandelte zwei entscheidende Dreier im letzten Viertel und war mit 23 Punkten bester Werfer der Partie: Kelvin Lewis. Foto: Wolfgang Mayer
Wolfgang Mayer

ST. PÖLTEN - VIENNA 75:73. Im Nachtragsspiel, nach der coronabedingten Absage, waren die Wiener von Beginn an hellwach und rissen große Lücken in die Verteidigung des SKN. So stand es ernüchternd 7:17, ehe St. Pölten mit acht Punkten in Folge zum einzigen Mal aufzeigte. "Sie haben uns am Anfang überrannt", fand auch Headcoach Andreas Worenz.

Nicht besser wurde es aus Sicht der Niederösterreicher im zweiten Abschnitt. Nach Schilders schnellen vier Punkten gelangen in über neun Minuten nur mehr sieben Zähler. Der BC Vienna war die bessere Mannschaft und hatte zur Pause eine Elf-Punkte-Führung in der Tasche (39:28).

Die Partie blieb auch im dritten Viertel nicht recht ansehnlich. Wobei die Zuschauer aufgrund der orangen Ampel ohnehin nur vor dem Livestream Platz nehmen durften. St. Pöltens Rückstand blieb am Ende des Viertels klar einstellig (46:53). Der Grundstein für die Aufholjagd war gelegt...

Viele Puzzlesteine zum Gemälde

In den ersten fünf Minuten des Schlussabschnitts präsentierten sich die Teams wie ausgewechselt und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Plötzlich war richtig Feuer in der Partie. Der SKN hatte nach fünf Punkten schon 15 Punkte erzielt und bis auf einen Zähler dran. Worenz: "Wir haben uns zurück gekämpft und in einen Flow gespielt. Jeder Spieler hat gezeigt, was er kann." 

Allen voran Schilder, der alle seine sieben Würfe versenkte, fünf in Folge im letzten Viertel. Darunter ein sensationeller Alley Oop mit Assist durch Böck. Nur sein fünftes Foul konnte den US-Holländer stoppen. Da war auch Lewis, der zwei wichtige Dreier versenkte und das Duo Cutuk/Trmal, das von der Freiwurflinie eiskalt blieb.

Wenige Sekunden vor Schluss hatte der SKN die Partie gedreht und sah bei einer 74:71-Führung schon wie der sichere Sieger aus. Ein vermeintliches, unsportliches Foul gegen Kaltenbrunner wendete das Blatt aber fast noch. Doch Jagsch zog das entscheidende Offensivfoul und war einer von vielen Puzzlesteine zum Erfolg.

"Gegen Wien zu gewinnen ist immer schön", schmunzelte Worenz nach dem zweiten Sieg im dritten Saisonspiel.