St. Pölten unterliegt seinem „verlorenen Sohn“. Bei seiner Rückkehr ins Sportzentrum gewinnt Thomas Schreiner mit Kapfenberg 72:53. Die Steirer zogen aber erst im Schlussviertel davon.

Von Manuel Burger. Update am 27. Dezember 2020 (09:41)
Zwei Rückkehrer. Thomas Schreiner (r.)  mit Kapfenberg und St. Pöltens Steven Kaltenbrunner nach Verletzungspause.
Wolfgang Mayer

14 Punkte und acht Assists: An seiner alten Wirkungsstätte war der gebürtige St. Pöltner einer der Garanten für den Auswärtssieg der Steirer. Neben Topscorer Herrera (22 Zähler), der gleich elf seiner 13 Würfe versenkte.

Drei Viertel lang hielt der SKN die Partie offen, lag oft sogar in Führung. Dabei kam die Partie schwer in die Gänge: 2:2 nach drei Minuten. Mehr Fouls als getroffene Würfe prägten das Bild in der Anfangsphase. Die Gastgeber fanden schließlich als erstes Team ins Spiel. St. Pölten traf im ersten Abschnitt vier von sieben Dreierversuchen, die Steirer aus der gleichen Anzahl nur einen (durch Schreiner).

Mit 17:11 ging es in das zweite Viertel, in dem Kapfenberg aus der Distanz nun deutlich präsenter war (3/6). Der SKN ging bei fünf Versuchen leer aus. So gelangen in den ersten fast fünf Minuten nur zwei Punkte. Den Gästen gelang ein 7:0-Lauf, Böck und Jagsch kassierten zudem schnell ihr drittes Foul. SKN-Center Cutuk, mit drei Fehlversuchen unglücklich in die Partie gestartet, geigte nun plötzlich auf und versenkte fünf Würfe am Brett en suite. So ging Kapfenberg nur mit einer Drei-Punkte-Führung in die Pause (33:30).

Und diese sollte im dritten Viertel noch weiter schmelzen. Nach einem offensivarmen 16:14 für St. Pölten auf nur mehr einen Punkt. Wie schon im Cup-Halbfinale gegen Oberwart brachen die Niederösterreicher im Schlussabschnitt aber komplett ein. In Minute 34 war man noch auf Schlagdistanz (50:56), danach hatten die Gäste aber leichtes Spiel. Mit 25:7 gingen die letzten zehn Minuten an Schreiner und Co, dabei trafen nur zwei Akteure des SKN. 53 erzielte Punkte bedeuten Minusrekord in dieser Saison (bisher 59 in Graz), Trmal ging ganz leer aus.

„Wir haben 33 Minuten umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Im Endeffekt ist uns dann aber die Luft ausgegangen“, bilanziert Head-Coach Andreas Worenz.

SKN ST. PÖLTEN – KAPFENBERG BULLS 53:72 (17:11, 30:33, 46:47). 

SKN:
Cutuk 14, Oikonomopoulos 11, Jagsch 10, Böck 7, Kaltenbrunner 6, Wonisch 3, Schilder 2, Trmal, Alturban, Mbemba.