„Pressehaus“ fällt für Neubau. In der Linzer Straße entstehen 32 Eigentumswohnungen, Semper Constantia setzt auf Mietobjekte.

Von Beate Steiner. Erstellt am 19. September 2017 (05:35)
NOEN, Steiner
Das „Alte Pressehaus“ weicht bald neuen Wohnungen.

Wo in der Linzer Straße 3-5 derzeit noch das als „Kleiderbauerhaus“ bekannte „Alte Pressehaus“ steht, werden demnächst 32 neue Wohnungen plus 17 Tiefgaragenplätze gebaut. „Wir haben einen rechtsgültigen Baubescheid“, bestätigt Eigentümer Helmut Rieger.

Der Wiener Rechtsanwalt hat das Objekt in der Altstadt Anfang des Jahres erworben. Der Immobilienkonzern Immofinanz hatte das spektakuläre Wohnprojekt seit 2015 geplant, dann aber wegen einer „strategischen Neusausrichtung“ verkauft. Helmut Rieger wird den Linzer-Straßen-Bau jetzt abgewandelt verwirklichen. Wann das „Alte Pressehaus“ abgerissen und wann mit dem Neubau begonnen wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen, so Helmut Rieger. Er setzt auf Eigentumswohnungen.

Nicht so Alexander Budasch, Geschäftsführer der Semper Constantia Immo Invest. Seine Gesellschaft ist beteiligt am Bau des Quartier Zentral zwischen Bahnhof und Universitätsklinikum (die NÖN berichtete) : „Wir können zwar den Bedarf an Eigentumswohnungen bestätigen, schätzen diesen im Hinblick auf leistbare Mietwohnungen jedoch für mindestens ebenso hoch ein.“

Budasch ist überzeugt, dass der Kauf einer Wohnung für die Mehrheit der Menschen immer noch mit hoher Fremdkapitalbindung verbunden ist, während die Miete als Entgelt für das Grundbedürfnis Wohnen mehr Flexibilität biete.

St. Pölten wird für uns weiter ein ‚Zielmarkt‘ sein"

200 qualitativ hochwertige Mietwohnungen werden unter Beteiligung von Semper Constantia derzeit gebaut – und es könnten noch mehr werden. Denn Alexander Budasch schätzt den St. Pöltner Wohnungsmarkt nachhaltig als sehr positiv ein. „Was die Mietpreise betrifft, sehen wir bei Projekten mit sehr guter Qualität etwas Potential nach oben“, so der Semper-Constantia-Immo-Invest-Geschäftsführer.

NOEN, Christina Häusler
Alexander Budasch, Geschäftsführer von Semper Constantia Immo Invest, schätzt den St. Pöltner Wohnungsmarkt positiv ein.

Daher bleibt die Landeshauptstadt interessant für die Immobilientochter der Semper- Constantia-Privatbank: „St. Pölten wird für uns weiter ein ‚Zielmarkt‘ sein, wenngleich wir kein großvolumiger Investor im Wohnbereich sind und bei den Investments sehr selektiv vorgehen“, bestätigt Budasch.