Rettungsaktion: Fischer in Wilhelmsburg aus Teich gezogen

Bei Florians Fischerhütte kam ein Läufer zur rechten Zeit und befreite einen 70-Jährigen, der nicht mehr aus dem Wasser kam. Musikant und Wirt halfen.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 04:23
Lesezeit: 1 Min
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Hier an diesem Teich bei Florians Teichstüberl fischte der 70-jährige St. Pöltner, rutschte ins Wasser und wurde von einem Läufer gerettet.
Foto: Moser

Gerade noch einmal gut ausgegangen ist ein Vorfall im eiskalten Wasser.

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Matthias Griesauer lief abends, schon in der Finsternis, die Traisen entlang, bog dann zur Fischerhütte von Florian Rappl ab und vorbei Richtung Teich. „Da hab‘ ich etwas gehört, zwar ziemlich leise, aber es ließ mir keine Ruhe“, so der junge Mann.

Er schaute mit seiner Stirnlampe nach und sah einen Mann bis zur Hälfte im Wasser, nahe am Ufer. „Er suchte Halt an den Sträuchern.“ Der Fischer war ins Wasser gerutscht, konnte nicht mehr ans Ufer, war schon eine halbe Stunde in dieser Stellung.

An Land gezogen und aufgewärmt

Dank des aufmerksamen Sportlers kam eine tolle Hilfsaktion ins Rollen. Griesauer zog dem Fischer die durchnässte Jacke aus, fasste ihn unter den Achseln, zog ihn an Land und brachte ihn ins Teichstüberl. Dort wurde er der nassen Kleidung entledigt, in Decken gehüllt und mit heißem Tee versorgt.

Die Kellnerin verständigte sofort nach dem Eintreffen die Rettung, die ihn dann gründlich durchuntersuchte, aber außer einer Unterkühlung nichts Tragisches feststellte.

Franz Köberl, einer der „Wilhelmsburger“-Musikanten, holte von seinem Vater Gewand zum Anziehen. Da der 70-Jährige aus St. Pölten seine Auto- und Wohnungsschlüssel verloren hatte, wurde auch der Schlüsseldienst verständigt. Wirt Florian Rappl fuhr den Mann nach Hause.

Eine Geschichte zu Jahresbeginn mit gutem Ausgang und einigen Helferlein in der Not, denen man gerne Danke sagt unter dem Motto: „Ende gut, alles gut“.