Josef Kowar wird neuer Dompfarrer. Der Wieselburger Pfarrer folgt am 1. September Norbert Burmettler, der in Pension geht.

Von Thomas Werth und Karin Maria Heigl. Erstellt am 14. Mai 2019 (08:00)
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Josef Kowar kommt von Wieselburg in die Dompfarre.

„Meine Zeit als Dompfarrer geht zu Ende“, bestätigt Norbert Burmettler Gerüchte um seine Zukunft. Genau 13 Jahre nach seiner Berufung durch den damaligen Bischof Klaus Küng nach St. Pölten wird Burmettler am 1. September seinen Ruhestand antreten.

Karin Maria Heigl, privat, Karin Katona
Dompfarrer Norbert Burmettler (70) geht mit 1. September in Pension.

„Ich feierte heuer meinen 70. Geburtstag. Da ich nach den diözesanen Richtlinien die Möglichkeit habe, in Pension zu gehen, traf ich diese Entscheidung“, erklärt er. Seine Abschiedsmesse zelebriert er am 30. Juni. „Im Juli und August bin ich aber noch für die Dom pfarre zuständig“, betont Burmettler.

„Ich dachte, ich hätte gute Argumente vorgebracht, die dagegen sprechen"

Sein Nachfolger wird der Wieselburger Pfarrer Josef Kowar. Für den 54-Jährigen kam die Entscheidung trotz einiger Vorgespräche mit dem Generalvikar sehr überraschend: „Ich dachte, ich hätte gute Argumente vorgebracht, die dagegen sprechen. Deshalb habe ich wirklich nicht damit gerechnet, dass ich in die Dompfarre wechseln soll“, erzählt Kowar.

Schlussendlich habe er aber zugesagt. „Auch im Bewusstsein dessen, was ich bei der Weihe versprochen habe, und im Vertrauen auf Gottes Führung und seinen Beistand.“

Dass die neue Aufgabe ein großer Karrieresprung ist, ist für ihn nebensächlich. Er habe sich immer als einfacher Priester gesehen und nie darauf Wert gelegt, Karriere zu machen, versichert Kowar. „Ich bin anfangs ehrlich erschrocken und es wäre verfrüht zu sagen, dass ich mich auf die Herausforderung freue . Aber es gibt doch viele Aspekte, die mich zuversichtlich stimmen“, erklärt Kowar ganz offen.

„Bin für die Aufgaben in St. Pölten ausgebildet“

Er freut sich vor allem auf ein reges musikalisches Leben in der Dompfarre. „Dazu kommt, dass meine Aufgaben in St. Pölten viel mehr in jenen Kernbereichen liegen werden, für die ich ausgebildet bin, und die meinen Fähigkeiten und Begabungen entsprechen“, weiß Kowar.

Bischof Alois Schwarz ist froh, „dass Josef Kowar Mitverantwortung tragen wird, neue Wege der Seelsorge in unserer aufblühenden Domstadt St. Pölten zu gehen“. Und er ist auch glücklich darüber, dass Burmettler weiterhin seelsorgliche Tätigkeiten in der Diözese übernehmen wird. Burmettler möchte nämlich dem Pfarrverband Gaming-Lunz-Lackenhof seine priesterlichen Dienste anbieten. „Ich besitze schon seit einiger Zeit mit meiner Haushälterin eine Wohnung in Lunz. Die Pension bedeutet für mich auch, dass ich ,frei‘ bin für andere seelsorgliche Dienste“, blickt Burmettler in die Zukunft.