Ärger über Friedhof. Situation in Spratzern ärgert Bürger. Geld werde nur für den Hauptfriedhof verwendet. Stadt: „Arbeiten heuer vorgesehen.“

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 16. Juni 2017 (06:16)
NOEN, NÖN
Totgespritzes, braunes Unkraut ist Ärgernis für Bürger.

Über den verwahrlosten Zustand des Friedhofs in Spratzern mokiert sich ein Bürger. Die Friedhofsmauer sei ausgebessert, aber nicht mehr verputzt worden. „Das Tor wurde bisher nur ‚russisch‘ repariert. Der Spalt zwischen den Flügeln wird immer größer“, so der Spratzerner. Außerdem stört ihn das wuchernde Unkraut, dass zwar gespritzt wurde, aber jetzt braun die Wege am Friedhof ziert. „Die Kosten für die Gräber sind sehr hoch, wenn ich bedenke, wie schlimm es hier aussieht“, so der Bürger. Er vermutet, dass die eingenommen Gelder nur für den Hauptfriedhof verwendet werden.

„Für heuer sind Arbeiten vorgesehen“, betont hingegen Erwin Ruthner von der Gruppe Ver- und Entsorgung und öffentliche Anlagen des Magistrats. Das Tor soll renoviert und gestrichen werden. Außerdem folgen Verputzarbeiten und die Sanierung der Abdeckplatte. Im Unkraut sieht er kein Problem: „Das Unkraut zersetzt sich aufgrund des biologischen Ablaufs in etwa 14 Tagen nach dem Spritzen vom Unkrautmittel“, erklärt Ruthner. In den letzten zwei Jahren sei viel gemacht worden: 100 Laufmeter Einfriedung, 100 Laufmeter Lärchenholzzaun, die Beleuchtung am Vorplatz, die Aufbahrungshalle, eine neue Grabanlage für 28 Gräber. „Selbstverständlich ist die Friedhofverwaltung bemüht, den Hauptfriedhof und sechs Bezirksfriedhöfe in einem ordentlichen Zustand zu halten“, so Ruthner.