Bauvereinshäuser in St. Pölten wurden saniert. Bauvereinshäuser von Otto-Wagner-Schüler Rudolf Wondracek wurden saniert. Der Architekt lebte und wirkte in St. Pölten.

Von Corina Berger. Erstellt am 28. Januar 2020 (04:00)
In neuem Glanz erstrahlt der Komplex in der August-Hassack-Straße 18 und 20, der nach den Plänen von Otto-Wagner-Schüler Rudolf Wondracek errichtet und nun außensaniert wurde.
Berger

Eine verspielte und historisch-secessionistische Fassade ziert die Bauvereinshäuser beim Alpenbahnhof. Der zwischen 1907 und 1911 nach den Plänen von Rudolf Wondracek errichtete Gebäudekomplex zeigt die Einflüsse des Architekten in seiner Heimatstadt, die nun aufgefrischt wurden.

An den Gebäudeteilen mit den Adressen August-Hassack-Straße 18 und 20 sowie Leobersdorfer Bahnstraße 11 hat man das Dach nach der Sanierung des Dachstuhls mit Strangfalzziegeln neu gedeckt und die Verblechungen in Zink erneuert. Die Fassaden wurden unter restauratorischer Begleitung saniert und neu gefärbelt. Die einstigen Kunststoff-Fenster wurden straßenseitig durch Holzkastenfenster ersetzt.

„Rudolf Wondracek hat als Architekt nicht nur Spuren in Wien, sondern auch in seiner Heimatstadt St. Pölten hinterlassen. Mit seiner Gestaltung von Häusern hat er wesentlich zur Hebung der Wohnqualität in der Landeshauptstadt beigetragen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-leitner.

Durch die Sanierungsmaßnahmen bewahre man das Andenken an ihn und eine besondere Epoche. Das Land Niederösterreich unterstützt diese Maßnahmen mit einer Förderung von 100.000 Euro.

Zu seinen Lebzeiten war Rudolf Wondracek Architekt, Schüler von Otto Wagner und Hochbaureferent in St. Pölten. Neben einigen Realisierungen in Wien und Niederösterreich zählen die Wiederherstellung der 1782 profanierten Prandtauerkirche sowie die Errichtung der Pfarrkirche Heiliger Michael in Wagram zu seinen bedeutendsten
St. Pöltner Werken. Seit 1964 ist eine Straße im Stadtteil Wagram nach ihm benannt.