Der Zuzug hat sich in St. Pölten eingependelt. 60.678 Menschen wohnen in St. Pölten. 492 sind neu.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 10. März 2020 (03:44)
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Die Landeshauptstadt wächst nach wie vor. Nach dem Überspringen der 60.000er-Marke vor rund eineinhalb Jahren leben nun bereits fast 60.700 Menschen in der Traisenmetropole. Rund 5.000 davon sind Zweitwohnsitzer. Der Zuzug hat sich aber mittlerweile eingependelt.

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Exakt 55.735 St. Pöltner gab es zum Jahreswechsel, im Jahr davor waren es um 492 weniger, das entspricht einem Wachstum von rund 0,9 Prozent. Bei den Zweitwohnsitzern ging die Anzahl leicht zurück, 51 sind es weniger als 2019.

„Die Vorzüge unserer Stadt sind in den letzten Jahren auch außerhalb der eigenen Stadtgrenzen bekannt geworden.“ Bürgermeister Matthias Stadler

Ab 2014 zeigte die Kurve beim Bevölkerungswachstum steil nach oben. Seither hat St. Pölten um rund dreieinhalb tausend Einwohner zugelegt. Ein Grund ist sicher die Eröffnung der neuen Westbahnstrecke 2012, die St. Pölten zeitlich näher an Wien brachte. In den letzten zwei, drei Jahren ist die Kurve dann wieder flacher geworden.

Bürgermeister Matthias Stadler betont, auf ein gesundes und verträgliches Wachstum bauen zu wollen. Dieses liege seiner Meinung nach bei einem Prozent und damit sogar etwas über den aktuellen Zahlen. „Die Vorzüge unserer Stadt sind in den letzten Jahren auch außerhalb der eigenen Stadtgrenzen bekannt geworden“, sieht Stadler hier einen Grund für weiteren Zuzug. St. Pölten bietet etwa mehr Arbeitsplätze, als es Einwohner gibt. Das Wohnungsangebot wird ebenfalls ständig erweitert. In den nächsten Jahren sollen insgesamt 6.000 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet fertiggestellt werden.

Die meisten Menschen wohnen nach wie vor im Zentrum. Aber auch die Katastralgemeinden legen an Bevölkerung zu. Größte sind Spratzern und Viehofen, jener Stadtteil, dessen Bevölkerung in den letzten fünf Jahren am stärksten gewachsen ist. Mittlerweile leben dort 4.873 St. Pöltner. Stark gewachsen sind auch Hart (+153 Personen) und Ratzersdorf (+138). Drittgrößte Katastralgemeinde ist Oberwagram vor Pottenbrunn und Unterwagram.

50,88 Prozent der St. Pöltner sind laut der Statistik von 2018 weiblich. Die meisten St. Pöltner ohne österreichische Staatsbürgerschaften kommen aus dem ehemaligen Jugoslawien, der Türkei und Deutschland.

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