Lichtblicke in der Linzer Straße . Immo kauft Gebäudehälfte von Bürgerspitalfonds. Haus Nummer 25 wird ab Ende 2018 saniert.

Von Mario Kern. Erstellt am 05. Juli 2018 (10:37)
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Erwin Höfer wird seine Liegenschaft in der Linzer Straße 25 attraktivieren. Vom Grätzlplan für den Straßenzug ist er angetan: „Ich glaube an St. Pölten und an die Linzer Straße.“ Kern

Zwei Jahre, nachdem die Stadt erste Sanierungspläne für das Bürgerspitalfonds-Haus in der Linzer Straße 10-12 präsentierte, kommt wieder Bewegung in die Sache: Damit das desolate Mietshaus attraktiviert werden kann, beschloss die Stadt, dass die Stiftung Bürgerspitalfonds ihren Anteil um 398.000 Euro an die städtische Immobilien-Gesellschaft verkaufen soll. Die Diözese bleibt im Besitz ihres Anteils.

Genehmigt werden muss der Verkauf von der Stiftungsbehörde des Landes, an die die Stadt bereits 2016 mit der Verkaufsabsicht herangetreten war. Das Verkehrswertgutachten, das in der Folge vom Land in Auftrag gegeben worden war, sei im Mai im Rathaus eingelangt, erklärt Rathaussprecher Martin Koutny. „Danach musste noch geklärt werden, ob der Bürgerspitalfonds das Objekt um diesen Preis direkt an die Immo verkaufen darf. Die Substanz des Gebäudes muss erhalten bleiben.“ Verkauft wurde der Anteil, weil die Stiftung für die Sanierung nicht die notwendigen Mittel hat – die 2016 präsentierten Pläne sahen eine Attraktivierung um 3,2 Millionen Euro vor.

Ob die damaligen Pläne umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht geklärt – nach dem Verkauf wird die Immobilien-Gesellschaft das Projekt mit der Diözese als Miteigentümerin absprechen. Die Diözese möchte die Entwicklung des Gebäudes in der Linzer Straße 10-12 nicht kommentieren, solange der Verkauf nicht offiziell mitgeteilt wurde. „Die Diözese ist jedoch weiterhin für alle sinnvollen Vorhaben offen“, betont Sprecher Markus Michael Riccabona.

Neuer Anstrich für Linzer Straße 25

Neuen Schwung in die Linzer Straße bringt eine weitere Attraktivierung: Neben den bisher bekannten Projekten plant der Kremser Baumeister Erwin Höfer die Sanierung seiner Liegenschaft in der Linzer Straße 25. Er folgt damit dem Konzept, das Andreas Aichbergers Architekturbüro im Rahmen des Grätzlplans für die Linzer Straße erstellte.

„Ich habe keinen Zeitdruck und habe einmal abgewartet, wie sich andere Liegenschaften entwickeln“, erklärt Erwin Höfer. Sein Projekt sei bereits mit dem Bauamt abgesprochen. „Ich brauche nur mehr einzureichen.“ Höfer denkt daran, Ende des Jahres mit den Sanierungsmaßnahmen zu beginnen. In eineinhalb Jahren soll sein Objekt dann in neuem Glanz erstrahlen: Das Haupthaus direkt an der Linzer Straße wird saniert und um ein weiteres Obergeschoß sowie ein Dachgeschoß aufgestockt. Die Handelsfläche im Erdgeschoß bleibt erhalten. Die zwei Nebenhäuser hinter dem Hauptgebäude lässt Höfer schleifen und stattdessen einen Neubau errichten. Insgesamt können in der Linzer Straße 25 dann zehn Wohnungen mit Garten- oder Terrassenflächen gemietet werden.