AKNÖ-Wahl: „70 Mandate für FSG waren Traumziel“. FSG-Spitzenkandidant freut sich über 73 Prozent, NÖAAB-FCG verlor deutlich.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 09. April 2019 (03:49)
AK Niederösterreich
Michael Fiala freut sich über das gute FSG-Ergebnis in St. Pölten.

Besonders groß war die Freude bei den FSG-Kandidaten in der Region. Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter erreichten in Stadt und Bezirk 73 Prozent und damit sogar um mehr als acht Prozentpunkte mehr als bei der AK-Wahl 2014 (64,9 Prozent). Deutlich schlechter als im gesamten Land fiel das Ergebnis für die NÖAAB-FCG aus.

Die Christlichen Gewerkschafter fielen von 19,3 Prozent auf 13,9 Prozent. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer legten im Wahlkreis St. Pölten nur leicht auf 8,7 Prozent zu (2014: 8,5 Prozent). AUGE/UG verlor auf 1,7 Prozent (2,2 Prozent), überholte aber die Grünen Gewerkschafter NÖ, die nur bei 1,1 Prozent statt 2,4 Prozent landeten. Jeweils weniger als ein Prozent der Stimmen konnten sich LP, KOMintern und GLB sichern.

NÖAAB
Für Harald Sterle ist das Abschneiden des NÖAAB etwas enttäuschend.

„70 Mandate waren unser Traumziel und das haben wir erreicht. Wir haben gesehen, dass das, was wir machen, auch in der Bevölkerung ankommt“, freut sich der St. Pöltner FSG-Spitzenkandidat und AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala. Vorteil sei sicher gewesen, dass man rund um die Zentrale deutliche Präsenz zeigen konnte. Die Themen, für die sich die FSG stark machen will, sind breit gefächert – von leistbaren Mieten bis zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen. „Eine wichtige Rolle spielt auch der Mindestlohn von 1.000 Euro, den wir in dieser Legislaturperiode umsetzen wollen.“

Die NÖAAB-FCG will sich ebenfalls für bessere Gehälter einsetzen, angepasst an das Wirtschaftswachstum, so Kammerrat Harald Sterle. Das Wahlergebnis ist für den St. Pöltner etwas enttäuschend: „Es ist nicht erfreulich, dass wir nicht stärker geworden sind. Dafür gibt es aber erstmals drei Mandate in St. Pölten, das haben wir noch nie geschafft“, kann Sterle dem Ergebnis trotzdem etwas Positives abgewinnen. Zudem hätten Unternehmen wie Hypo und NV mittels Briefwahl gewählt. „Diese Stimmen fehlen daher im Ergebnis.“.

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