Ferienbetreuung im Sommer: Volles Programm für Kinder. In St. Pölten und den meisten Regionsgemeinden gibt es Angebot.

Von Alex Erber, Bernhard Herzberger und Nadja Straubinger. Erstellt am 12. Juni 2019 (03:29)
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Endlich Ferien! Für die Eltern sind Ferien nur entspannend, wenn dieBetreuung der Kinder gesichert ist.

Kurz vor Ferienbeginn stehen viele berufstätige Eltern vor demselben Dilemma: Was tun mit den Kindern in neun Wochen Ferien? Für die meisten in der Landeshauptstadt und der Region sorgt eine Ferienbetreuung für ein bisschen Erleichterung.

In St. Pölten wird diese gut angenommen, weiß Rathaussprecher Heinz Steinbrecher: „Heuer sind 250 Kinder angemeldet.“ Die Anmeldung erfolgt während des Schuljahres in der eigenen Schule. Je nach Bedarf werden dann Schulen zusammen gezogen und die Standorte für die Betreuung festgelegt. In den letzten Jahren waren das die Volksschulen St. Georgen, Wagram und Grillparzer sowie die ASO Nord. Betreut wird drei Wochen im Juli und drei Wochen im August. Das Programm für die Ferienbetreuung wird an den einzelnen Standorten ausgearbeitet. Geboten werden Aktivitäten wie Besuche im Freibad oder auch Ausflüge in den Tierpark.

Die Mary-Ward-Schulen bieten als Privatschule ebenfalls Betreuung in den Ferien. Das Angebot im Hort gilt für alle, auch für Mittelschüler und Gymnasiasten, in den drei Wochen nach Schulschluss und in der Woche vor Schulbeginn. „In diesen Wochen unternehmen wir mit den Kindern Ausflüge oder bleiben mit Aktivitäten am Standort, der über einen schönen Garten und einen großzügigen Spielplatz verfügt“, informiert Hortleiterin Susanne Winkler. Ein großes Planschbecken sorgt für Abkühlung.

In der Biku-Villa werden Kinder von ein bis sechs Jahren betreut, auch einige, die nicht dort in der Tagesbetreuung sind. Anmeldungen dafür sind bis Ende Juni möglich. „Das Angebot ist aber begrenzt, weil wir intern viele Kinder in der Ferienbetreuung haben“, berichtet Geschäftsführerin Elisabeth Fuchsbauer. Für Kinder zwischen drei und 16 Jahren gibt es im Sommer Englisch-Camps mit und ohne Übernachtung, für die man sich bis kurz vor Camp beginn anmelden kann.

In manchen Gemeinden gibt es zu wenig Bedarf

Viele Gemeinden im Bezirk bieten ebenfalls Ferienbetreuung an. In manchen gibt es heuer aber keinen Bedarf. In Hofstetten-Grünau etwa war die Nachfrage zu gering, erläutert Bürgermeister Arthur Rasch. In Pyhra gibt es in der Volksschule ebenfalls keine Betreuung in den Ferien. Allerdings läuft von 29. Juli bis 23. August für Schüler zwischen sechs und zwölf Jahren die Aktion „Ferien in Pyhra“, wochentags von 8 bis 16 Uhr. „Die Nachfrage ist jedoch sehr groß und die Teilnehmerzahl begrenzt“, sagt Vizebürgermeisterin Maria Hinterhofer.

In Böheimkirchen bietet der Verein Lerntiger von Montag bis Freitag Halb- und Ganztagsbetreuung in der Volksschule an. Die Anmeldung für die Teilnahme ist an sich abgeschlossen, sagt geschäftsführender Gemeinderat Franz Haunold. Auf Anfrage ist aber noch die Vergabe von Restplätzen möglich. Die Betreuungsgebühr beträgt 50 Euro pro Woche, auch wenn nur ein Tag in Anspruch genommen wird.

„Und die Kinder sollen gerne kommen.“

Sehr gut genutzt ist seit mehr als zehn Jahren die Ferienbetreuung in der Volksschule Nord in Wilhelmsburg. Betreut wird in den ersten beiden und den letzten beiden Ferienwochen. „Wir haben 40 Sport- und Kulturvereine. Einige davon werden im Rahmen der Ferienbetreuung besucht. Kinder sollen in Kontakt mit dem Vereinswesen kommen“, setzt Bürgermeister Rudolf Ameisbichler auf eine sinnvolle Freizeitgestaltung. „Und die Kinder sollen gerne kommen.“ Bei der Ferienbetreuung durch Fachkräfte können auch BAfEP-Schüler Praxis-Erfahrung sammeln.

Als Musterschüler hebt Bürgermeister Herbert Pfeffer Traismauer hervor: „Wir sind eine von drei Gemeinden in ganz Niederösterreich, die durchgehend Ferienbetreuung anbieten.“

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