GVU plant neue Zentren. Gemeindeübergreifend soll in den nächsten Jahren die Entsorgung auf neue Beine gestellt werden. Zutritt wird fast rund um die Uhr möglich sein.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 01. Juni 2017 (05:12)
Architekt Ruhm
Auf rund 5.000 Quadratmeter sollen die neuen gemeindeübergreifenden Werkstoffsammelzentren entstehen.

27 Altstoffsammelzentren (ASZ) gibt es derzeit im Verbandsgebiet des GVU St. Pölten (Gemeindeverband für Umweltschutz und Abgabeneinhebung), sechs davon werden bereits gemeindeübergreifend genutzt. Für die Zukunft sind moderne, gemeindeübergreifende Werkstoffsammelzentren (WSZ) geplant. Neun davon sollen in den nächsten zehn Jahren anstatt der bisherigen lokalen ASZ vom Gemeindeverband St. Pölten errichtet, finanziert und betrieben werden.

Zugang rund um die Uhr

„Das ist eine richtungsweisende Entscheidung für mehr Bürger-Service. Im Endausbau wird der Zutritt für jeden Bürger der 37 Verbandsgemeinden in allen WSZ fast rund um die Uhr möglich sein“, erklärt GVU-Geschäftsführer Johann Freiler. Möglich macht das ein elektronisches Zutrittssystem mit Bürger-Card oder E-Card. Nur zu fix geregelten Zeiten möglich ist die Abgabe von Problemstoffen und kostenpflichtigem Abfall. Die WSZ werden auch einen Sammelservice für Bauschutt, Kartonagen und Kunststoffabfälle bieten. „Damit lassen sich die Abfälle besser trennen und wiederverwerten“, erklärt Freiler. Das biete nicht nur Vorteile für die Natur, sondern auch Service und Kostenvorteile für die Bürger und Gemeinden. Die Sammelzentren sollen videoüberwacht werden.

Das erste WSZ wird in Wilhelmsburg entstehen. Der Baustart ist 2017/18 geplant. Weitere regionale Wertstoff-Sammelzentren sollen in den Regionen Traisental, Pielachtal, Fladnitztal, Perschlingtal, Laabental und Große Tulln entstehen.