Keine Routine in Praxis. Für Ärztin Regina Fehrmann hat sich Alltag geändert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. April 2020 (04:22)
Regina Fehrmann über den neuen Alltag in Zeiten von Corona.
privat

Regina Fehrmann sorgt seit 2004 für das gesundheitliche Wohl der Bürger in Kasten, Stössing und Michelbach und seit 2011 in der Parkpraxis. Mit Corona hat sich die tägliche Routine aber verabschiedet. Die Patienten müssen anläuten und werden dann einzeln eingelassen, wo es zunächst heißt: „Hände waschen!“

Die Maßnahmen der Regierung hält Fehrmann für unbedingt notwendig, auch wenn sie für den einen oder anderen Patienten etwas unerwartet kamen. Kommt ein Patient mit Verdacht auf eine Corona-Infektion in die Praxis, gibt es einen vorgegebenen Ablauf. „Die Person wird zunächst isoliert. Danach erfolgt die Kontaktaufnahme mit den Behörden, die dann die weitere Vorgangsweise anordnen“, erklärt Fehrmann. Noch sind sie und ihr Team voll einsatzfähig – bisher gab es keine nachweisliche Corona-Infektion in der Praxis.

Für Fehrmann hat sich der Arbeitsalltag aber auch verändert. Die meisten Kontakte mit ihren Patienten erfolgen inzwischen über das Telefon. Viele Patienten rufen wegen Medikamenten an. Nach der Vorbestellung werden die vorbereiteten Heilmittel meist durch ein jüngeres Familienmitglied abgeholt. „Das Telefon läutet unentwegt. Es fallen sehr viele Fragen an, meine Mitarbeiterinnen arbeiten auf Hochtouren“, so Fehrmann. Besprechungen von Befunden macht sie telefonisch, aber auch Hausbesuche macht sie weiterhin. Über die Notwendigkeit entscheidet sie in telefonischer Absprache. Wichtig sei es, sich während der Zeit zu Hause aufzuhalten: „Wir werden nicht in den Krieg geschickt, sondern nur auf die Couch. Das werden wir wohl schaffen.“