Nacht-Gastronom Brandstetter: „Feiern ist Grundrecht“. Nacht-Gastronom fordert klare Vorgaben von der Politik.

Von Beate Steiner. Erstellt am 13. November 2020 (06:31)
Andreas Brandstetter im LaBoom im Corona-Jahr. Seit sieben Monaten ist das Nachtlokal geschlossen. Brandstetter hofft auf klare Ansagen der Politik im kommenden Frühjahr: „Wir werden auch dann mit demVirus leben müssen.“
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„Meine Mitarbeiter und ich, wir freuen uns schon so, wenn wir wieder mit unseren Gästen im LaBoom und im Till feiern können“, sagt Eigentümer Andreas Brandstetter. Seit sieben Monaten sind die beiden Nachtlokale geschlossen, seit mehr als einem halben Jahr gibt’s kein Discofeeling in St. Pölten und Neulengbach. „Feiern ist ein Grundrecht der Jugend“, bedauert Brandstetter, dass den Jugendlichen in der Pandemie „ein Jahr ihres Lebens gestohlen wurde“.

Das LaBoom in Vor-Corona-Zeiten: Menschenschlangen vorm Eingang, Abfeiern mit Freunden drinnen. Mit einem Sicherheitskonzept wäre ein Aufsperren – nach der starken Infektionswelle – möglich, ist Andreas Brandstetter überzeugt.
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Denn für die Stammgäste der Ausgeh-Hotspots waren die nächtlichen Treffen ein Lichtblick am Wochenende: „Die Kommunikationsstätte können Instagram und Co. nicht ersetzen“, ist Brandstetter überzeugt.

Der Unternehmer ist sicher, dass er aus der Krise kommt, und entgegnet Gerüchten, dass er nicht mehr aufsperren werde. „Wir schaffen das. Ich bin weder insolvent, noch habe ich ein weiteres Lokal dazugekauft“, so Brandstetter. Damit es im nächsten Jahr weitergeht, brauche es allerdings Planungssicherheit und klare, verlässliche Ansagen und Vorgaben von den Verantwortlichen für die Nachtgastronomie.

„Corona ist im Frühjahr nicht vorbei. Wir sind Profis, wir können Präventionskonzepte liefern und aufsperren, wenn die Infektionszahlen wieder zurückgehen – als sichere Alternative zu unkontrollierten privaten Feiern.“