Feuerwehren des Bezirks St. Pölten retteten 152 Menschen aus Notlagen

Erstellt am 21. Januar 2022 | 04:43
Lesezeit: 3 Min
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Im Sommer forderten viele Starkregenereignisse die Feuerwehren in Stadt und Bezirk, wie hier die FF Unterradlberg.
Foto: BFKDO St. Pölten
Florianis aus dem Bezirk St. Pölten waren im Jahr 2021 bei mehr als 9.300 Einsätzen voll gefordert. Die schlimmsten Brände gab es auswärts.
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Die 127 Feuerwehren des Bezirks St. Pölten sind im Jahr 2021 zu 9.309 Einsätzen ausgerückt. Das sind 181 Einsätze mehr als 2020, aber noch um 870 weniger als 2019, vor der Pandemie. Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schröder: „Wir haben 152 Menschen teils aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet.“

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Georg Schröder: „Wir haben 152 Menschen teils aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet.“
Foto: BFKDO St. Pölten

Statistisch betrachtet ist alle 56 Minuten mindestens eine Feuerwehr in Bezirk und Stadt St. Pölten zu einem Einsatz ausgerückt. Neben 843 Fehl ausrückungen (fast zu 100 Prozent von automatischen Brandmeldeanlagen) waren 742 Brandeinsätze zu verzeichnen.

Auffallend waren hier gleich 58 Waldbrände unterschiedlichen Ausmaßes sowie 24 Brände in der Landwirtschaft, 54 Brände in Gewerbebetrieben und 95 Wohnhaus- beziehungsweise Wohnungsbrände.

Die größten Brandeinsätze für Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk waren 2021 der Waldbrand in Hirschwang an der Rax sowie Waldbrände in Nordmazedonien. Dafür wurden nun spezielle Waldbrandbekämpfungsgerätschaften im Bezirk stationiert.

Im Sommer kaum eine Woche ohne Starkregen

Für den vorbeugenden Brandschutz wurde bei 2.132 Brandsicherheitswachen gesorgt, egal ob bei Zirkusgalas, Messen oder brandgefährlichen Tätigkeiten.

Mehrere große Unwetter sorgten für eine Vielzahl an technischen Einsätzen, die mit insgesamt 5.517 Interventionen in der Statistik stehen. Im Sommer verging kaum eine Woche ohne große Niederschlagsmengen, die zahlreiche Keller füllten oder Flüsse ausufern ließen. Aber auch Stürme, Verkehrsunfälle oder Liftöffnungen wurden routiniert und zahlreich abgearbeitet.

75 Mal rückten Feuerwehrmitglieder aus, um Umweltgefährdungen durch Schadstoffe zu verhindern.

„Trotz Pandemie konnte die Mitgliederzahl um 151 auf nun 8.732 Feuerwehrmitglieder angehoben werden“, freut sich Schröder. Dabei tragen die 6.650 aktiven Feuerwehrfrauen und -männer (plus 41) die Hauptlast aller Aktivitäten.

Für Nachwuchs sorgen 74 Feuerwehrjugendgruppen sowie 16 Kinderfeuerwehren. Der Nachwuchs von zehn bis 15 Jahren wird in der Feuerwehrjugend auf die spätere Einsatztätigkeit vorbereitet, die Kinder von acht bis zehn Jahren in der Kinderfeuerwehr spielerisch an die Feuerwehr herangeführt.

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