Sicherheitsbeauftragter klärt über Alarmplan auf. Bricht das Stromnetz zusammen, funktioniert nichts mehr wie gewohnt. Der Magistrat erklärt, wie sich St. Pölten vorbereitet.

Von Caroline Böhm. Erstellt am 11. Februar 2020 (04:00)
Der Sicherheitsbeauftragte Peter Puchner fordert jeden St. Pöltner Haushalt auf, selbst für einen Blackout vorzusorgen.
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Kein Geld, kein Benzin, keine Heizung, kein Kühlschrank, kein Licht, kein Internet – ohne Strom wird unser Alltag zur Herausforderung. Fällt er längerfristig und großflächig aus, spricht man vom „Blackout“. Im Rathaus informiert ein Experte, wie die Stadt auf diesen Ernstfall vorbereitet ist. Die NÖN hat nachgefragt.

Aktuell wird ein Blackout-Alarmplan erstellt, so die Stadtverwaltung. Ein solcher Maßnahmenkatalog sei jedoch nie abgeschlossen. „Die Stadt entwickelt sich ja permanent und die Anforderungen verändern sich.“

„Wer nicht vorsorgt, hat nichts zu essen“ 

Weil eine Stadt nicht autark sein könne, könnten bei einem Blackout auch in St. Pölten die Bereitstellung von Treibstoff oder Kommunikation und die medizinische Versorgung nur über einen begrenzten Zeitraum aufrechterhalten werden. Laut Magistrat hat Trinkwasser dabei oberste Priorität. Außerdem verfüge man über Notstromaggregate und Satellitentelefone. Es gibt keine nähere Auskunft, wer darauf Zugriff hat. Aktive Bunker existierten keine.

Ein Vorrat für alle Bürger wird nicht angelegt. Bei rund 60.000 Menschen sei das „schlichtweg nicht umsetzbar“. Grundlegendes wie Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel, ein Kurbelradio und eine von Strom unabhängige Kochmöglichkeit sollte daher jeder Haushalt bereithalten. Sicherheitsbeauftragter Peter Puchner bringt es auf den Punkt: „Wer nicht vorsorgt, hat nichts zu essen und zu trinken.“ Krisenbewältigung beginne mit der eigenen Vorbereitung.

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