Über 60 Jahre Volksfest St. Pölten: Der „Rummler“ ruft auch 2022

Erstellt am 03. Juni 2022 | 04:18
Lesezeit: 3 Min
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Ob sich Bürgermeister Matthias Stadler an den Dresscode der Jeansjacke seines Vorgängers Willi Gruber bei der heurigen Eröffnug des Volksfestes hält, wird sich zu Pfingsten zeigen.
Foto: Medienservice St. Pölten
Leuchtende Kinderaugen, Adrenalin-Highlights, Langosduft, unendliches Stimmengewirr, laute Musik aus den Boxen und live auf der Bühne: Das Volksfest ist zurück, von 3. bis 12. Juni.
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Foto: NOEN

Die Pandemie hat die zweite Pause erzwungen in der über 60-jährigen Geschichte des Rummlers oder Rummels, wie der Volksmund das Fest stets nannte.

Die erste Pause gab es bereits 1973: Da ist das Volksfest der Maul- und Klauenseuche zum Opfer gefallen.

Nach ersten Anfängen 1957 war es seit 1960 das fixe Begleitprogramm zu den St. Pöltner Kultur- und Festwochen, mit dem Standort am Vorplatz zum Rennbahnstadion: zentrumsnah und im Grünen, mit großen Kastanienbäumen und angrenzendem Hammerpark.

Das Stadion selbst hatte seinen Höhepunkt als Trabrennbahn zu der Zeit längst hinter sich, aber gelegentliche Speedwayrennen boten durchaus eine dem Volksfest adäquate Attraktion.

Hauptstadtbau brachte Standortwechsel

Der Beschluss zum Hauptstadtbau bedeutete das Ende für das Rennbahnstadion und das Volksfest übersiedelte 1991 an den heutigen Standort beim VAZ.

Wo früher Wilde Maus, Kinderkarussell, Schießbuden und Bierzelt ihren Platz fanden, residieren heute Kultur und Medien: vom Festspielhaus über Landesmuseum bis zum ORF-Landesstudio.

Kinder und Jugendliche konnten es einst kaum erwarten, das Pfingstwochenende, wenn das Volksfest endlich losging. An Abwechslung bot der Rest des Jahres in den frühen 60ern ja nicht viel. Rasend schnell sprach es sich herum, wenn es wieder eine neue Attraktion am Rummler gab.

Attraktionen im Wandel und doch konstant

Für die zahlreichen Fahrgeschäfte galt damals und gilt natürlich heute das klassische Prinzip des Schneller und Höher: Nur die Steigerung des Nervenkitzels schafft den erwünschten Adrenalinkick. Technische Neuerungen und innovative Ideen haben die Palette der Möglichkeiten doch deutlich erweitert in diesen 60 Jahren.

Die einstige Dominanz von Bierzelt, Blasmusik und Grillhuhn ist inzwischen einem vielfältigen kulinarischen Angebot und Musik für jeden Geschmack gewichen.

In all dem Wandel bleiben aber doch ewige Konstante: Was wär ein Volksfest ohne Zuckerwatte, Langos, Schweinchenzug, Geisterbahn und Autodrom - in dem früher wie heute Bürgermeister gerne das Volksfest eröffnen!

Und so freut sich Matthias Stadler wohl schon auf Pfingsten, wenn‘s von Freitag, 3. Juni, bis Sonntag, 12. Juni, wieder rund geht, am Rummler:

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