Mini-Zoo-Tiere „nur zum Liebhaben“. Verschiedenste Exoten haben im Mini-Zoo bei Firma Nemetz eine Bleibe gefunden. Nachwuchs ist bei Kängurupaar „Romeo und Julia“ nicht ausgeschlossen.

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 01. September 2019 (05:56)
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Monika Nemetz hat ihre Tiere ins Herz geschlossen. Die Kamerunschafe sind zutraulicher und lassen sich auch auf den Arm nehmen.

Zwei Kängurus, Enten, Gänse, ein Feldhase und jetzt auch noch zwei Kamerunschafe – Es ist eine illustre Wohngemeinschaft, die es sich im kleinen Tiergarten der Firma Nemetz im Gewerbegebiet der Marktgemeinde gemütlich gemacht hat. „Kängurufleisch zum Essen wird es aber bei uns keines geben. Die sind alle nur zum Liebhaben“, beteuert Monika Nemetz, der die Tiere ans Herz gewachsen sind. „Nachdem alle Pflanzenfresser sind, funktioniert das Miteinander gut“, erklärt sie.

  Besondere„Wir haben ihn mit dem Fläschchen aufgezogen. In freier Natur wäre er verloren gewesen.“ Monika Nemetz über einen Hasen im privaten Zoo

Attraktion sind natürlich die Kängurus: Romeo und Julia waren die ersten Bewohner des Geheges. Dann durften Gänse, Enten und auch der Hase einziehen – ein Findling, der im Tierheim St. Pölten abgegeben wurde. „Wir haben ihn mit dem Fläschchen aufgezogen. In freier Natur wäre er verloren gewesen.“

Jetzt flitzt er innerhalb des Gitterzauns an den Besuchern vorbei. An Wochenenden kommen oft Großeltern mit ihren Enkeln schauen, auch Ziel des Volksschulwandertags war der kleine Zoo schon.

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Exotische Gäste: Die Bennett-Kängurus Romeo und Julia sind mitten im Betriebsgebiet zuhause.

Heidi und Pezi, die beiden Kamerunschafe, die kürzlich zugezogen sind, haben sich schon eingewöhnt. „Natürlich braucht jedes Tier auch seinen Rückzugsort“, weiß Nemetz. Zur Not stünde noch etwas Grünland nebenan zur Verfügung.

Denn die Kurzhaarschafe sind gute „Rasenmäher“ und bei Romeo und Julia könnte es durchaus auch bald Nachwuchs geben „Wir haben sie schon in flagranti erwischt“, schmunzelt Nemetz. Jedenfalls ist man auf alles vorbereitet.

Experten-Rat gibt es im Tiergarten Schönbrunn. Dort konnten auch Romeo mit seinem entzündeten Zahn geholfen werden. „Das ist ein wichtiger Nebenjob von den Tierärzten dort, dass sie auch zu privaten Züchtern fahren und dort Tiere behandeln“, ist die Betreuerin des Mini-Zoos froh, dass kompetente Hilfe nicht weit ist.

Und nicht zuletzt ist der kleine Tiergarten auch für die Firma ein Gewinn. „Die Kängurus sind für unsere Belegschaft eine willkommene Abwechslung“, weiß Monika Nemetz.