Nemetz kauft Nachbarn für Standortexpansion. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund sieben Millionen Euro. Es entstehen 35 weitere Arbeitsplätze im Betriebsgebiet.

Von Manuela Mayerhofer. Erstellt am 08. September 2014 (07:14)
Vor dem bestehenden Firmenkomplex Monika Nemetz-Roither, Johann Nemetz und Tochter Simona Nemetz.
NOEN, Mayerhofer
Nemetz-Fleisch startet derzeit im Betriebsgebiet mit dem Zubau. „Grund dafür ist, dass wir regionale Produkte auch das ganze Jahr über anbieten wollen, und dafür brauchen wir mehr Platz für Tiefkühl- und Kühlwaren, um die ,Saisonware‘ frisch zu halten“, begründet Firmenchef Johann Nemetz.

Ein Paradebeispiel dafür sei etwa die Elsbeere, das derzeit teuerste Produkt im Sortiment. Die Früchte werden einmal im Jahr geerntet, die Kunden wollen diese aber das ganze Jahr über auch kaufen. Derzeit verfügt Nemetz über 18.000 Tiefkühl-Palettenplätze, durch den Zubau entstehen weitere 10.000.

35 neue Arbeitsplätze werden geschaffen

Ermöglicht wird das Projekt durch den Kauf eines Nachbargrundstücks. Nach der Fertigstellung, die für Jänner 2015 vorgesehen ist, umfasst die verbaute Gesamtfläche rund 7.000 Quadratmeter. Es entstehen ein neuer Bürotrakt, Expedit-Flächen und eine neue Tiefkühlhalle.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt zwischen sechs und sieben Millionen Euro. Derzeit hat das Unternehmen 86 Mitarbeiter am Standort Böheimkirchen, durch die Betriebserweiterung werden 35 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Im Prinzip ist das Unternehmen auf drei Säulen aufgebaut: Großhandel, Verkauf an den Direktverbraucher in den acht Filialen und Kühl- und Tiefkühllogistik“, so Monika Nemetz-Roither.

„Tiefkühltruhe“ liegt aus Kostengründen auf Eis

Verwendet werden fast nur österreichische Rohstoffe, die Waren werden in ganz Österreich und ein beträchtlicher Teil in den gesamten EU-Raum geliefert. Nemetz-Fleisch ist seit dem Jahr 2000 im Betriebsgebiet und nimmt mit dem aktuellen Bauvorhaben bereits die dritte Standorterweiterung in Angriff.

In der Schublade liegt derzeit noch ein weiteres Projekt: Bereits im Jahr 2010 gab es seitens des Unternehmens die Überlegung, eine riesige Tiefkühlhalle – eine der größten in Europa – zu bauen „Das Vorhaben ist bereits bauverhandelt, liegt aus Kostengründen aber vorläufig auf Eis“, so Jahnn Nemetz.