Unbekannter schoss auf Stallkatze. Projektil bohrte sich unter Schwanzansatz von Samtpfote „Gino“.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 05. Juli 2020 (22:36)

Drei Tage war Kater „Gino“ spurlos verschwunden. „Er ist ein Freigänger, aber normalerweise entfernt er sich nicht weit vom Stall und ist im Bereich der Koppeln unterwegs“, erzählt Tamara Gerges-Zodl, Betreiberin eines Reitstalls in Mauterheim.

Am Dienstag wollte sie ihren Augen kaum trauen. „Gino“ war wieder retour, doch sein Zustand war sehr bedenklich. „Er schleppte sich schwerst verletzt in den Stallbereich“, erzählt sie. Sofort nahm sie ihn an sich und suchte einen Tierarzt auf. Dieser stellte fest, dass „Gino“ angeschossen wurde. „Es war aber kein Schrot. Das hätte man am Röntgenbild gesehen“, sagt sie. Ihr Kater wurde von einem Projektil unter dem Ansatz des Schwanzes getroffen.

Vier Tage musste „Gino“ beim Veterinär stationär verbleiben, die momentanen Kosten belaufen sich schon auf 750 Euro. Mittlerweile wurde er in häusliche Pflege entlassen, bleibt aber derzeit in der Wohnung von Gerges-Zodl. Ob sie „Gino“ wieder frei laufen lassen will, weiß sie noch nicht.

Im Stall befinden sich noch weitere Katzen. Die Schuss-Attacke verunsichert und erschüttert sie. „Ich weiß nicht, wer geschossen hat. Egal, ob es jetzt ein Jäger war, der ja schießen darf, wenn sich die Katze zu weit vom Haus entfernt oder jemand anderer: Ich finde es schlimm, dass man gleich schießen muss und dann noch ein schwer verletztes Tier einfach sich selbst überlässt“, ist sie entsetzt.

Verdächtige Personen, die hinter der Tat stehen könnten, sind ihr nicht im Gedächtnis. Auf jeden Fall will sie jetzt am Hofgelände ein noch wachsameres Auge über alle ihre vierbeinigen Schützlinge haben.