Wolfgang Zwedorn: „Ich habe so viele Ideen“. Wolfgang Zwedorn erfuhr vor zweieinhalb Jahren, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist. Er stellte sein Leben total um und arbeitet für die Kinderkrebshilfe-Elterninitiative.

Von Christine Hell. Erstellt am 02. September 2018 (01:21)
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Wolfgang und Sabine Zwedorn organisieren eine Benefizrundfahrt für Zweiräder. Start ist in Totzenbach.

Ein Böheimkirchner Ehepaar im Benefizeinsatz: „Mitten in einer meiner Chemo-Therapien hatte ich die Idee, etwas Positives zu tun“, schildert Wolfgang Zwedorn. Der 48-Jährige wurde vor zweieinhalb Jahren aus heiterem Himmel mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Seitdem lebe er um vieles dankbarer und viel bewusster, sagt er und er stellt fest: „Ich gehe sehr positiv in die Zukunft.“ Gattin Sabine ergänzt: „Alle Prioritäten verschieben sich nach so einer Diagnose plötzlich, wir führen seitdem ein viel intensiveres Leben. Schade eigentlich, dass es so weit kommen muss, um zu diesem gewaltigen Umdenken zu kommen“

Zum Geburtstag eine Spendenbox aufgestellt

Zu seinem Geburtstag wünschte sich Zwedorn keine Geschenke, stattdessen bat er die Gratulanten um eine Spende für die Kinderkrebshilfe-Elterninitiative. „Ich wollte etwas zurückgeben, weil ich trotz meiner unheilbaren Krankheit halbwegs gut und ohne Schmerzen leben kann.“ Kinder mochte er schon immer sehr gerne, da war eines Tages klar, dass er mithilfe seiner Gattin die Elterninitiative der Kinder-Krebshilfe unterstützen möchte.

Was zuerst nur als einmalige Aktion gedacht war, wurde zu einem „Dauerbrenner“. Wolfgang und Sabine Zwedorn hatten nach kurzer Zeit Kontakte mit den Organisatoren der Kinder-Krebshilfe geknüpft, haben in der Zwischenzeit unzählige Informationsstände beispielsweise in Einkaufszentren, beim Red-Bull-Ring in Spielberg, in der Gemeinde und im Pflegeheim Clementinum gemacht und Spenden bei Benefizveranstaltungen gesammelt.

„Ich möchte etwas zurückgeben, weil ich trotz meiner unheilbaren Krankheit halbwegs gut und ohne Schmerzen leben kann.“ Wolfgang Zwedorn

„Wir hatten eine jahrelange Ehrenamtlichkeit nicht unbedingt vorgehabt, aber wir haben so viel Positives von Spendern zurückbekommen. Gemeinde, Private, Firmen und Veranstalter unterstützen uns immer wieder, das Rad ist sozusagen von selbst ins Laufen gekommen“, stellt das Ehepaar zufrieden fest. Der pensionierte Kirchstettner Bauhofleiter und seine Gattin sind gerade mitten in den Vorbereitungen für die Motorrad-Benefizrundfahrt am 23. September. „Ich habe mir vorgenommen, im Falle eines guten Verlaufes meiner Krankheit, für eine größere Veranstaltung zu sorgen. Wir hatten die Idee einer Benefizrundfahrt“, berichtet Zwedorn.

Bereits bei der Anmeldung der Veranstaltung bei Polizei und Ämtern sei die Resonanz derart positiv gewesen, dass das Ehepaar spontan beschlossen hat, die Veranstaltung größer aufzuziehen. Sabine Zwedorn hat alle Motorradclubs in Nieder- und Oberösterreich, Burgenland und der Steiermark angeschrieben.

Treffpunkt ist am 23. September von 7 bis 8.30 Uhr beim Parkplatz des Gasthauses Gnasmüller beziehungsweise am Schlossparkplatz in Totzenbach. Abfahrt ist um 9 Uhr, die Teilnehmer werden von der Polizei eskortiert. An vorderster Front fährt Bruder und Motorrad-Staatsmeister Christian Zwedorn.

Die Fahrgeschwindigkeit werde so sein, dass sicherlich alle mitkommen. Als Spendenbeitrag wird pro Starter 20 Euro empfohlen. Der Erlös kommt zur Gänze der Elterninitiative der Kinder-Krebshilfe Wien-Niederösterreich-Burgenland zugute.