Würth eröffnete erweitertes Logistikzentrum. Zum 20-jährigen Standortjubiläum wurde nach 18-monatiger Bauzeit der 5.000-Quadratmeter-Zubau mit 60.000 Lagerplätzen, nachhaltiger Verpackungs- und hochmoderner Fördertechnik in Betrieb genommen.

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 07. Dezember 2019 (20:44)

20 Millionen Euro hat die Firma Würth in ihren Standort in Böheimkirchen investiert: Hochmoderne Shuttlefahrzeuge flitzen durch die Regale der 5.000-Quadratmeter-Halle und sammeln die Produkte für 55.000 Kunden aus Handwerk und Industrie zusammen.

Das Volumen der Versandkartonagen - 6.000 bis 7.000 sind es am Tag - konnte in der neuen Anlage um 15 Prozent reduziert werden. Durch die Verwendung von Bio-Luftkissen aus Kartoffel- und Maisstärke werden jährlich 20 Tonnen Kunststoff-Folie eingespart.

600.000 Sendungen pro Jahr 

„Für die mehr als 600.000 Sendungen pro Jahr waren die bestehenden Kapazitäten an Lagerfläche ausgeschöpft“, erklärte Würth-Geschäftsführer Alfred Wurmbrand bei der feierlichen Inbetriebnahme des neuen Logistik-Gebäudes im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und 350 Gästen, Mitarbeitern, sowie der am Bau beteiligten Firmen Knapp AG, ARGE Habau/Porr, EMC/ITB und Generalplaner Dr. Shebl und Partner.

Die größte Herausforderung während der Umbauphase wäre es gewesen, das Service für die Kunden zu erhalten, so Wurmbrand, der Projektkoordinator Stefan Gugerell für die erfolgreiche Umsetzung dankte. 

"Wirtschaft und Ökologie verbunden"

Die Firma Würth wäre ein Beispiel dafür, wie es in Niederösterreich gelinge, Wirtschaft und Ökologie miteinander zu verbinden, wies Landeshauptfrau Mikl-Leitner auch auf die, erst im Sommer errichtete, Eigenverbrauchs-Photovoltaik-Anlage hin, die 80 Prozent der benötigten Tagesenergie des Unternehmens liefert. Zudem werde in dem Familienunternehmen die soziale und gesellschaftliche Verantwortung gelebt: „Hier wird man nicht nur gefordert, sondern auch gefördert!“  

Die Übersiedlung der Firma von Wien nach Niederösterreich vor 20 Jahren wäre eine „kluge, wichtige und richtige Entscheidung“ gewesen, so die Landeshauptfrau, die in dem Zusammenhang auf die Leistungen der Wirtschaftsagentur ecoplus hinwies, die den Unternehmen schnelle, unkomplizierte und unbürokratische Unterstützung zuteil werden lasse.