Würth startet Zubau zum Logistikzentrum. Das Unternehmen investiert 20 Millionen Euro. Die Modernisierung bringt CO -Reduktion und grünen Strom.

Von Manuela Mayerhofer. Erstellt am 13. April 2018 (16:32)
Spatenstich zum Logistikzubau mit Bezirkshauptmann Josef Kronister, Bürgermeister Johann Hell, Landesrat Stephan Pernkopf und den Würth-Geschäftsführern Alfred Wurmbrand und Wilhelm Trummler.
NOEN, Manuela Mayerhofer

„Mit Würth hat die Erfolgsgeschichte des Betriebsgebietes begonnen, denn es war das erste Großunternehmen, welches seinen Standort hier errichtet hat“, betonte Bürgermeister Johann Hell stolz beim Spatenstich, mit dem die Bauarbeiten am Zubau des hochmodernen Logistikzentrums starten. Damit ist die dritte umfangreichere Erweiterung bei dem Spezialisten für Montage- und Befestigungstechnik seit der Neuansiedlung vor knapp 20 Jahren auf Schiene.

20 Millionen Euro werden in den Zubau investiert, der auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern nach den Plänen von Dr. Shebl & Partner umgesetzt wird. Den Zuschlag für die Errichtung des Bauvorhabens erhielt die Arbeitsgemeinschaft Habau und Porr. Die Fertigstellung ist für 2019 vorgesehen.

20 Millionen Euro für Zubau

Bei der Realisierung des Vorhabens wird Würth großen Wert auf Müllreduktion und umweltfreundliche Energieversorgung legen: Auf den Dächern der drei Hallen werden Photovoltaikanlagen errichtet und das Energiemanagement auf komplett neue Beine gestellt. Das Investitionsvolumen dafür beträgt 650.000 Euro. „Damit können wir unseren eigenen Energiebedarf zu 85 Prozent abdecken. Wir produzieren etwa 700.000 Kilowattstunden Strom, könnten damit 1.750 Haushalte, also ganz Böheimkirchen versorgen“, so Würth-Geschäftsführer Alfred Wurmbrand.

Mit der Umsetzung des Zubaus werden außerdem alle 47 Kundenzentren in Österreich mit Mehrwegboxen beliefert und damit etwa 10.000 Tonnen an Kartonagen pro Jahr weniger benötigt. „Das bringt nicht nur eine enorme Müllreduktion, unterm Strich werden durch die neue Technik etwa 8.000 Tonnen CO pro Jahr eingespart“, erläuterte Projektleiter Stefan Gugerell.