"Scotland meets Ireland" beim 24. Irish Christmas. Dem starken gegenseitigen Bezug von Irland und Schottland zollte Dietmar Haslinger beim 24. Irish Christmas Festival in der Bühne im Hof mit Paul McKenna sowie den Friel Sisters und Breabach musikalischen Tribut.

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 14. Dezember 2019 (11:48)

Beide Vorstellungen in St. Pölten waren ausgebucht. Der künsterlische Leiter von "Weltenklang" Dietmar "Hasi" Haslinger und David Pilz blieben ihrem Konzept treu, echten irischen Folk abseits vom "Touristen-Kommerz" eine Bühne zu bieten. 

"Sowohl Breabach als auch die Friel Sisters haben Lieder in Scots & Irish Gaelic im Repertoire", wollte Haslinger, der mit den Gruppen auf einer vierwöchigen Konzertreise unterwegs ist, die kulturelle und schicksalshafte Verstrickung beider Länder mit der englischen Krone zum Ausdruck bringen: Das Gälische, von irischen Invasoren nach Schottland gebracht, wäre von den britischen Besetzern beider Länder verboten worden. Sowohl Schotten als auch Iren habe man die englische Sprache aufgezwungen.

Solist Paul McKenna begeisterte mit seinen zeitlosen, klassischen schottischen Balladen. Die Friel Sisters mit Marty Barry an der Gitarre brachten vor der Pause viel Schwung und Humor in die Vorstellung. Und Breabach, die als "schottische Band der Stunde" gelten, bildeten mit den zwei Highland Pipes, den Liedern und der Tanzeinlage von Megan Henderson und den Sounds von Gitarre und akustischem Bass den Höhepunkt der gelungenen Veranstaltungen.