Ideen für die Kreuzung in Stattersdorf. Stattersdorfer brachten sich bei Planung für Verkehrslösung ein.

Von Corinna Bergmann. Erstellt am 18. September 2020 (03:24)
Stattersdorfer Bürger erarbeiteten mit den Verkehrsexperten Lösungen im Feuerwehrhaus.
Josef Vorlaufer

Mehrere Seitenstraßen, die sich mit der Hauptstraße kreuzen, schlechte Einsicht, Bushaltestellen und viele Autos, die ins Ortsgebiet brausen: Die Situation an der Kreuzung bei der Karl-Maisel-Straße und Alten Landstraße sorgt bei den Stattersdorfern seit Jahren für Diskussion und hat auch die lokalen Politiker auf den Plan gerufen. Jetzt konnten die Ortsbewohner mitplanen.

Stadt und Land luden zur Bürgerbeteiligungsrunde ins Feuerwehrhaus. Gemeinsam soll eine Lösung für die problematische Verkehrssituation im Ortskern gefunden werden. Rund 70 Personen folgten der Einladung. Ziviltechniker sowie Vertreter von Magistrat und Land gaben Auskunft. Die Teilnehmer waren aufgerufen, ihre Wünsche bei den Experten des Verkehrsplanungsbüros Zieritz+Partner anzubringen. Das ging auch ohne persönlichen Kontakt: Aufgrund der Pandemievorgaben hatten Interessierte die Möglichkeit, ihre Anliegen schriftlich oder online zu deponieren – ein Angebot, das viele nutzten.

Politiker sind geteilter Meinung

„Die Veranstaltung war gut organisiert“, meint SPÖ-Gemeinderätin Mirsada Zupani, die selbst im Ortskern wohnt. Stadt und Land hätten sich gut vorbereitet und alle Vorschläge, bei denen es

viele Übereinstimmungen gab, vermerkt. ÖVP-Stadtrat Markus Krempl-Spörk ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Seit Jahren warte man schon auf konkrete Pläne. „Bei der Bürgerbeteiligung wurden unter anderem Zebrastreifen und Verkehrsinseln vorgeschlagen“, berichtet Krempl-Spörk. Das sei aber nur Symptombekämpfung und trage nicht wesentlich zur Behebung der Ursache bei.

Das Verkehrsplanungsbüro ist nun damit beauftragt, basierend auf dem Feedback der Bevölkerung Entwürfe zu erarbeiten. Ende des Jahres sollen die ersten Pläne präsentiert werden.