St. Pöltner Stadt-Natur vor der Linse. Mit beeindruckenden Motiven macht Benedikt Reisner Lust auf Erkundungstouren.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 25. April 2021 (03:46)
Der Biber knabbert genüsslich an seinem Zweig und lässt sich auch vom Fotografen nicht stören.
Benedikt Reisner, Benedikt Reisner

Kommende Woche ist es so weit: Ran ans Handy und hinaus in die Natur. Das Haus für Natur im Museum Niederösterreich und die Stadt St. Pölten bringen die City Nature Challenge (CNC) erstmals in die Landeshauptstadt. Von 30. April bis 3. Mai sollen so viele Sichtungen wie möglich in die Handy-App iNaturalist eingetragen werden. „Es ist nicht nur spannend zu entdecken, welche verschiedenen Arten sich gleich vor unserer Haustür befinden, die Dokumentation dieser leistet einen wichtigen Beitrag für die Wissenschaft und den Artenschutz“, sagt Ingrid Leutgeb-Born vom Referat Umweltschutz – Lebensraum des Magistrats.

„Wenn man mit den Tieren gut auskommt, dann bekommt man mehr“

Schon im Vorfeld sorgt der St. Georgener Hobbyfotograf Benedikt Reisner für Aufsehen mit seinen Naturfotos. Der Eisvogel mit Fisch im Schnabel vor einem Haus, ein Biber beim Nagen an schmackhaften Weidezweigen oder die Ente, die kopfüber im Wasser nach Essbarem sucht. Es braucht viel Geduld, um solche Motive ablichten zu können. „Wenn man mit den Tieren gut auskommt, dann bekommt man mehr“, weiß Reisner. Schon vor sieben Jahren kam ihm die Idee für das Foto mit dem Eisvogel. Da dieser aber nicht jedes Jahr auftauchte, dauerte es bis heuer, dass Reisner sein Wunschbild gelang. „Ich war jeden Winter vorbereitet auf ihn“, schmunzelt der Naturfotograf.

Erst vor vier Jahren begann Reisner, mit einer professionellen Kamera zu fotografieren. Die Techniken brachte er sich selbst über viel Internetrecherche und Literatur bei. „Ich habe einiges ausprobiert, es ist keine besondere Kunst“, zeigt sich der Fotograf bescheiden.

Unterwasserfotos besser nur mit Schnorchel

Mit der Kamera ist er auch viel im Wasser unterwegs. Sowohl der Ratzersdorfer und Viehofner See als auch die Traisen und Pielach zählen zu seinen beliebten Fotoausflugszielen. „Die besten Bilder gelingen beim Schnorcheln, da bin ich leise und die Tiere fühlen sich durch die Luftblasen nicht gestört“, so Reisner.