Reibungsloser Start für Impfzentrum in St. Pölten. 1.300 Impfdosen am ersten Tag verabreicht. Erste Personen von Warteliste geimpft. Trotz Impfung gab es Corona-Positive in Heim.

Von Nadja Straubinger und Max Steiner. Erstellt am 21. April 2021 (04:10)
Es gibt eine hoch wirksame Impfung
APA (Symbolbild/dpa)

Seit Montag laufen die Impfungen im VAZ St. Pölten parallel: Die Stadt betreibt ihre Impfstraßen noch drei Wochen, nebenbei nun auch das Rote Kreuz eines der 20 Impfzentren des Landes NÖ.

1.300 Impfdosen wurden am ersten Tag im Impfzentrum des Landes verabreicht. Für Aufregung sorgte allerdings der Impfstoff bei einigen Interessenten, denn es wurde der Impfstoff von Astra Zeneca verwendet. „Durch den kurzen Abstand zwischen den Terminen war ich überzeugt, dass Biontech-Pfizer verimpft wird“, berichtet ein Leser. Er ließ sich trotzdem impfen, wenn auch mit mulmigem Gefühl. „Kurzfristig war kein Pfizer-Impfstoff verfügbar. Wir hätten den Termin absagen können oder Astra Zeneca verwenden“, betont Notruf-NÖ-Sprecher Stefan Spielbichler. Laut Fachinformation sei bei diesem Impfstoff ein Abstand zwischen den Terminen von vier bis elf Wochen angegeben. „Da wir innerhalb des Bereiches liegen, war auch kein Verschieben der Folgetermine nötig“, sagt Spielbichler.

„Kurzfristig war kein Pfizer-Impfstoff verfügbar. Wir hätten den Termin absagen können oder Astra Zeneca verwenden“,

Nicht alle Angemeldeten haben sich impfen lassen. „Es werden wohl einige Leute umgedreht haben, wir haben das aber nicht im Detail erfasst – die Menschen, die sich impfen ließen, wirkten alle sehr entspannt und die gesamte Stimmung im Impfzentrum war sehr gut und ruhig. Die Abwicklung lief reibungslos und die zu impfenden Personen mussten dank der vorhandenen Infrastruktur und Personal-Ressourcen auch keine langen Wartezeiten hinnehmen“, führt Rot-Kreuz-Sprecherin Sonja Kellner aus. Dass jeder, der am Montagabend vorbeigekommen ist, auch geimpft wurde, stimme nicht. „Geimpft wurden jene, die angemeldet waren, sowie entsprechend der Priorisierung einige Personen der Exekutive. Es dürfen ausschließlich Personen mit einem entsprechenden Termin zur Impfung kommen“, sagt Kellner.

Unabhängig vom neuen Impfzentrum läuft weiter noch bis Mitte Mai die Impfstraße. Das Impfzentrum des Landes sei eine eigene Institution, heißt es aus dem Magistrat. Die Stadt sei lediglich Vermieter der Halle. Mit dem Betreiber gebe es aber ein gutes Auskommen.

Zwei Positive trotz Impfung

Während die Impfungen im VAZ laufen, sind viele in den Pflegeheimen der Stadt bereits geimpft. Nicht immer soll die Impfung den gewünschten Effekt haben: „Im Pflegeheim St. Elisabeth kämpfen einige geimpfte Mitarbeiter mit sehr hohem Fieber, obwohl sie geimpft wurden“, heißt es in einem Mail einer Leserin an die NÖN.

Derzeit sind im Elisabeth-Heim laut Caritas-Sprecher Christoph Riedl drei Bewohner und vier Mitarbeiter aufgrund einer Corona-Infektion in Quarantäne. „Eine der Mitarbeiterinnen ist geimpft, sie wird schon gesundgetestet“, weiß Riedl. Die Mitarbeiter zeigten grippeähnliche Symptome. Eine Bewohnerin, sie wurde sieben Tage vor der Erkrankung geimpft, sei komplett symptomfrei.