St. Pöltens Grüne werden 30 – Klimaschutz geht weiter

Stadt-Grüne feiern 30 Jahre in der Seedose, die jungen St. Pöltnerinnen Antonia Nährer und Flora Peham organisieren eine Demo für NÖ.

Alexander Kortan Erstellt am 23. September 2021 | 04:43
Demo am Freitag - St. Pöltens Grüne werden 30 – Klimaschutz geht weiter
Antonia Nährer und Flora Peham (v. l.) sind die treibenden Kräfte hinter der Demonstration. Foto: privat
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1991 traten die Grünen in St. Pölten erstmals als Alternative bei der Gemeinderatswahl an. 30 Jahre später nutzen sie ihr Jubiläum, um am Freitag (24. September) ab 16 Uhr mit Politikerinnen und Politikern von Gemeinde-, Landes- und Bundesebene in der Seedose über die Gestaltung der Zukunft zu reden (Anmeldung unter office@gruenestp.at).

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Demo am Freitag - St. Pöltens Grüne werden 30 – Klimaschutz geht weiter
Antonia Nährer und Flora Peham (v. l.) sind die treibenden Kräfte hinter der Demonstration. Foto: privat
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Die nächste Generation macht sich gleichzeitig auf zum Protest. Die St. Pöltnerinnen Antonia Nährer und Flora Peham haben für ganz Niederösterreich einen globalen Klimastreik in der Landeshauptstadt organisiert. „Wir wollen möglichst viele Leute versammeln und auf die Klimakrise aufmerksam machen“, erklärt Nährer.

Ganz nach dem Vorbild von „Fridays for Future“ sollen Klimaaktivisten aus dem ganzen Land nach St. Pölten kommen. „Wir dachten uns, es ist viel effektiver, wenn möglichst viele Leute in die Stadt kommen und nicht mehrere kleine Proteste im ganzen Bundesland verteilt sind“, erzählt die Umweltschützerin. Die Idee zum Streik habe eine Freundin gehabt.

Auftritte von Musikern und Klima-Anwältin

Ein wöchentlicher Protest wie bei „Fridays for Future“ wird jedoch nicht angestrebt. „Wenn die Aktion gut läuft, planen wir aber weitere“, so Nährer.

Die kommende Demo führt die Teilnehmer am Freitag ab 12.30 Uhr vom Hauptbahnhof über das Regierungsviertel bis zum Rathausplatz.

Zugesagt haben auch bekannte Redner wie die Rechtsanwältin Michaela Krömer. Die St. Pöltnerin zog für rund 8.000 Geschädigte des Klimawandels vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Für die junge Aktivistin Antonia Nährer ist es ein starkes Zeichen, „dass so große Persönlichkeiten am Freitag dabei sind“.

Auf dem Rathausplatz wird der Protest dann seinen Höhepunkt finden. Neben weiteren Reden wird es auch einige musikalische Acts zur Unterstützung geben, unter anderem von Martin Rotheneder, Magdalena Seifert und „The Z“. Insgesamt erwarten die Organisatorinnen rund 1.000 Leute zum Klimastreik in St. Pölten.